Bei Tarp

Stein-Anschläge auf A 7 bei Flensburg – Grenzpendlerin schwer verletzt

Benjamin Nolte/shz.de/cvt
Flensburg
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Foto: Benjamin Nolte

An mehreren Stellen warfen am Dienstagabend Unbekannte nahe der dänischen Grenze große Steine von Autobahnbrücken.

Angst und Schrecken am Dienstagabend auf der Autobahn 7 zwischen der dänischen Grenze und der Anschlussstelle Tarp. Zwischen 22 und 22.30 Uhr gingen in der Leitstelle der Polizei mehrere Notrufe ein. Anrufer berichteten, dass Unbekannte große Steine von Autobahnbrücken nahe der dänischen Grenze auf Höhe der Gemeinde Handewitt und wenige Kilometer weiter auf Höhe der Ortschaft Barderup auf fahrende Autos werfen.

Ein Großaufgebot der Polizei rückte aus, Rundfunkdurchsagen sollten Autofahrer warnen. Für eine Autofahrerin kam die Warnung zu spät. Sie war mit ihrem BMW aus Dänemark kommend in Richtung Flensburg unterwegs, als ein großer Stein die Windschutzscheibe traf. Die Frontscheibe zersplitterte, die Fahrerin konnte ihren Wagen rund 200 Meter nach der Brücke stoppen. Der Stein wurde durch das Bremsmanöver in den Grünstreifen zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen geschleudert.

Geworfen wurde der Stein mit rund 40 Zentimeter Durchmesser von der Autobahnbrücke zwischen Ellund und Gottrupel. Die Autofahrerin wurde bei dem Anschlag schwer verletzt. Sie wurde nach einer Erstversorgung durch den alarmierten Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung in die Notaufnahme gebracht. Sie erlitt schwere Verletzungen, hatte offenbar aber großes Glück, dass sie den Anschlag überlebt hat.Wie die Polizei bestätigte, handelt es sich um eine 58-jährige Dänin, die in Flensburg lebt und in Dänemark arbeitet.

Bereits zuvor sollen ein oder mehrere Steine von der Autobahnbrücke nahe der Ortschaft Barderup auf die A7 geworfen worden sein. Beide Anschlagsorte sollen in Zusammenhang miteinander stehen.

A 7 für vier Stunden voll gesperrt – kilometerlanger Rückstau

Mit diversen Streifenwagen aus der Region und etlichen zivilen Einsatzfahrzeugen fahndete die Polizei im Umfeld der Autobahnbrücken nach den Tätern. Unbestätigten Informationen zu Folge soll noch am Abend ein Tatverdächtiger festgenommen worden sein. Zu den Hintergründen der Tat wollte die Polizei am Abend noch keine Angaben machen. Bei der Suche nach den Tätern und den Tatwerkzeugen wurde auch ein Diensthund der Polizeidirektion Flensburg eingesetzt.

Während der Rettungsarbeiten, der Fahndung und der Spurensicherung musste die Autobahn 7 zwischen der dänischen Grenze und der Anschlussstelle Flensburg/Harrislee für vier Stunden voll gesperrt werden. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau bei der Einreise nach Deutschland.

Gegen 2.30 Uhr konnte die Sperrung der Autobahn aufgehoben werden.

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