Kriminalität

Falscher Polizist in Esbjerg war doch echt

cvt/Ritzau
Esbjerg
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Die echte Polizei fahndete in Esbjerg nach einem Schwindler – und fand einen Kollegen. Foto: Rigspolitiet (Symbolfoto)

Die Polizei riet Bürgern nach einem verdächtigen Vorfall zunächst dazu, sich im Zweifel den Polizeidienstausweis von Beamten zeigen zu lassen und die Polizei anzurufen. Später stellte sich heraus, dass ein vermeintlich falscher Polizist doch echt war.

Nach einem Vorfall in einem Gemüseladen in Esbjerg hat die Polizei von Südjütland und Nordschleswig vor einem Mann gewarnt, der sich vermeintlich unberechtigt als Polizist ausgegeben hat. Am Sonnabendnachmittag nahm die Polizei die Warnung zurück: Der Polizist war echt.

Am Freitagnachmittag hatte ein Mann in einem Gemüselanden in Esbjerg behauptet, Polizist zu sein und darum gebeten, die Videoüberwachung des Ladens sehen zu können. Es gehe um eine gestohlene Bankkarte. „Ihm wurde mitgeteilt, dass der Besitzer des Geschäfts nicht zugegen war und das er in einer halben Stunde wiederkommen solle. Doch das tat er nicht, und deshalb rief der Besitzer hier an“, so Wachleiter Bjørn Pedersen.

Wer im Kontakt mit Polizisten im Zweifel ist, solle sich den Polizeidienstausweis zeigen lassen und telefonisch bei der Polizei rückfragen, sagte er zunächst.

Die Beamten haben sich Überwachungsbilder des Mannes angesehen und zunächst festgestellt, dass es sich nicht um einen ihrer Kollegen handelte. Deshalb warnte die Polizei vor dem Mann, der als 35 bis 40 Jahre alt beschrieben wurde und laut Beschreibung einen hellen Bart an Oberlippe und Kinn hat. Im Geschäft, hieß es, wies er sich mit etwas aus, das „wie eine Polizeimarke aussah“.

Und es war tatsächlich eine Polizeimarke, sagt Pedersen einige Stunden später zu TV Syd. „Das ist etwas unglücklich, aber das kann in einem so großen Laden wie unserem passieren“, so der Wachleiter. Der Beamte aus dem Gemüseladen sei von einer anderen Dienststelle als der in Esbjerg gekommen und habe ein dienstliches Anliegen gehabt, zu dessen Hintergründen sich die Polizei nicht weiter äußern möchte.

Der Tweet der Polizei zum Thema:

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