Verkehr

EU prüft gemeinsame Promillegrenze

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen/Brüssel
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Foto: dpa

In den ersten zwei Jahren nach bestandener Prüfung soll nach Überlegungen des EU-Parlaments für alle Autofahrer eine Promillegrenze von 0,0 gelten. Dänische Politiker sind nicht überzeugt von der Idee.

Wenn sich Führerschein-Neulinge heute hinters Steuer setzen, dürfen sie in Dänemark nicht mehr als 0,5 Promille im Blut haben. Doch das könnte sich bald ändern. Das Europa-Parlament untersucht derzeit den Nutzen einer gemeinsamen, EU-weiten Promillegrenze von 0,0 für alle Autofahrer in den ersten zwei Jahren nach bestandener Führerscheinprüfung. Für LKW-Fahrer soll die Grenze immer gelten.

Es sei sinnvoll, die Regeln für junge Autofahrer zu verschärfen, meint Michelle Laviolette vom Rat für Verkehrssicherheit. „Das scheint mir eine sehr gute Idee zu sein. Sie sind noch keine sicheren Autofahrer, sodass die Kombination aus Alkohol und Unerfahrenheit besonders kritisch ist“, so Laviolette.

Von politischer Seite gibt es allerdings keine Unterstützung für den Vorschlag. Sowohl der transportpolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Rasmus Prehn, als auch sein Kollege von der Dänischen Volkspartei, Kim Christiansen, sind der Meinung, dass Dänemark derzeit eine „vernünftige“ Promillegrenze habe und es keinen Grund gebe, an der Regelung etwas zu ändern.

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