Gesundheit

Kopfverletzungen steigern das Demenzrisiko

jt
Kopenhagen/Aarhus
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Foto: dpa/(Symbolfoto)

Eine neue Untersuchung zeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Kopfverletzungen und Demenzerkrankungen besteht. Insbesondere Kontaktsportarten steigern das Risiko.

Erneut unterstreicht eine neue Untersuchung, dass der Helm beim Fahrradfahren sehr wichtig ist. Denn Kopfverletzungen steigern das Risiko einer späteren Demenzerkrankung, so die Untersuchung von Forschern der Uni Aarhus und Kopenhagen.

Die Forscher haben den Zusammenhang zwischen Schädelhirntraumen und Demenzerkrankungen näher untersucht und kamen zu dem Schluss, dass das Risiko einer Demenzerkrankung aufgrund einer Kopfverletzung um 24 Prozent steigt.

„Das zeigt uns, dass man einen Schlag gegen den Kopf wesentlich ernster als bishernehmen muss“, erklärt der Oberarzt des Uniklinikums in Aarhus, Jakob Christensen zur Nachrichtenagentur Ritzau. „Je heftiger der Schlag gegen den Schädel, desto größer auch das Demenzrisiko“, so der Oberarzt.

Und es sind ihm zufolge nicht nur Fahrradfahrer, die in der Risikogruppe vertreten sind. Auch bei Kontaktsportarten wie Handball, Fußball und Boxen drohen Sportlern Kopfverletzungen, meint Christensen.

Ist der Schaden jedoch schon passiert, lässt sich das Risiko einer Demenzerkrankung noch wesentlich eindämmen. „Nach einer Kopfverletzung sollten Risikofaktoren wie hoher Blutdruck und hohe Cholesterinwerte vermieden werden. Auch der Genuss von Alkohol und das Rauchen sollte man streichen“, erklärt Christensen.

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