Umfrage

Zwei Drittel der Bürger für eine Lohnerhöhung der öffentlich Angestellten

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: David Leth Williams/Ritzau Scanpix

Dänemark kann es sich leisten, den öffentlich Angestellten mehr Lohn zu zahlen. Das meinen zwei von drei dänischen Bürgern in einer neuen Umfrage.

Eine Mehrheit der dänischen Bevölkerung unterstützt die Heimpfleger, die Krankenschwestern, die Lehrer und die übrigen Mitarbeiter des Staates, der Regionen und der Kommunen. Rund 64 Prozent meinen in einer neuen Umfrage des Analyseinstitutes Wilke, dass sich Dänemark eine Lohnsteigerung bei den öffentlich Angestellten leisten kann, berichtet die Online-Zeitung Avisen.dk.

Je näher der Konflikttermin rückt, desto mehr scheint die Sympathie der Bevölkerung mit den Angestellten zu wachsen. Bei einer gleichen Umfrage im vergangenen Oktober lag die Zahl der Sympathisanten bei 50 Prozent der Befragten, so die Zeitung.

In den vergangenen Wochen hat sich der Konflikt zwischen Arbeitgeber und Angestellten zugespitzt. Streiks und Aussperrungen (Lockout) sind von beiden Seiten des Verhandlungstisches angekündigt worden.

Der Chefvermittler der kommunal Angestellten und Vorsitzende des dänischen Lehrervereins, Andreas Bondo Christensen, freut sich indes über das Ergebnis der neuen Umfrage. „Es ist schön zu wissen, dass wir von einer Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt werden. Es ist ein entscheidender Schulterklopf an die öffentlich Angestellten“, so Bondo zu Avisen.dk.

Auf der Seite der Arbeitgeber hat der Spitzenvermittler des kommunalen Landesverbands (KL), Michael Ziegler, Verständnis für die Forderungen der Angestellten. „Natürlich sollen die öffentlichen Mitarbeiter mehr Lohn haben. Doch diese Lohnentwicklung darf nicht zu schnell gehen“, so Ziegler.

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