Nato-Einsatz

200 dänische Soldaten auf dem Weg nach Estland

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Dänische Soldaten vor dem Abflug nach Estland. Foto: Scanpix

Im Zuge einer Nato-Mission werden sie als Abschreckung gegen Russland 100 Kilometer vor der russischen Grenze in Tapa stationiert. Die Einwohner freuen sich auf die Dänen, sagt der Vizebürgermeister des Ortes.

200 dänische Soldaten sind auf dem Weg nach Estland, wo sie für ein Jahr im Zuge einer Nato-Mission im Ort Tapa stationiert werden – rund 100 Kilometer vor der russischen Grenze.

Mit der Stationierung soll Russland demonstriert werden, dass die Nato-Länder eng zusammen stehen.

Estland freut sich über das Kommen der dänischen Soldaten – die Einwohner von Tapa stehen den Nato-Soldaten zu einem großen Teil positiv gegenüber, sagt Andrus Freienthal, Vizebürgermeister der Stadt, zur Nachrichtenagentur Ritzau. „Unsere größte Bedrohung ist Russland, danach kommt Russland und an dritter Stelle wieder Russland. Daher danken wir der Nato und der dänischen Regierung, dass sie diese Truppen schicken“, so Freienthal.

Seiner Ansicht nach erhöhen die ausländischen Soldaten das Sicherheitsgefühl in Tapa. „Dadurch wird unsere Sicherheit und Unabhängigkeit garantiert.“

Unter britischem Kommando

Die dänischen Soldaten kommen in Tapa unter britisches Kommando. Oberstleutnant Andrew Ridland ist seit dem zweiten Halbjahr 2017 Kommandierender des Einsatzes. „Wir wurden von der estnischen Bevölkerung nett aufgenommen. Es ist ein Vergnügen mit den estnischen Soldaten und der estnischen Gesellschaft zusammenzuarbeiten“, sagt Ridland.

Nach Meinung von Militär-Experten besteht die größte Bedrohung für die dänischen Soldaten durch russische Hackerangriffe und Provokationen. Sie fürchten unter anderem, dass russische Spione versuchen könnten, die dänischen Soldaten in Skandale zu verwickeln, um so die Bevölkerung gegen die Nato-Soldaten aufzubringen.

Mehr lesen