Tarifverhandlungen

Es wurde verhandelt, aber…

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Kopenhagen
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Die Schlichtungsinstitution in Kopenhagen. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Neue Tarifrunde im kommunalen Bereich war am Dienstagnachmittag nur kurz. Die Gespräche würden erst einmal vertagt, bis eine neue Runde Sinn macht, meint Spitzenvermittler Michael Ziegler.

Es ist weiterhin unklar, ob die Tarifverhandlungen in Dänemark in einem Großkonflikt enden. Nach einem ergebnislosen Treffen der Spitzenvermittler der öffentlichen Angestellten und deren Arbeitgeber in der Nacht zu Dienstag wurden die Verhandlungen für die Kommunen am Dienstagnachmittag für ein paar Stunden fortgesetzt, während in den anderen Bereichen Pause herrschte.

„Wir haben heute 16 Stunden verhandelt. Das ist viel, doch wir sind nicht weitergekommen“, so der Spitzenvermittler des Landesverbandes der Kommunen (KL), Michael Ziegler (Konservative), am Morgen. Zehn Stunden später nahmen Ziegler und sein Kontrahent, der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft Anders Bondo Christensen aus Sonderburg, ihre Gespräche bei der Schlichterin in der „Forligsinstitution“ wieder auf.

Gegen 18 Uhr war das Treffen schon wieder vorbei, und Ziegler erklärte, man sei zwar weiter als vor einem Monat, als die Schlichtungs-Verhandlungen begannen. Aber heute sei man nicht weitergekommen und die Gespräche würden erst einmal vertagt, bis eine neue Runde Sinn mache. Anders Bondo hatte vorab deutlich gemacht, dass man sichern müsse, dass der öffentliche Dienst dem privaten hinsichtlich der Lohnentwicklung folgen könne.

Die Arbeitnehmerseite hatte einen Vorschlag unterbreitet, wie so ein System aussehen könnte – in der Nacht zuvor sprach man über einen Vorschlag der Arbeitgeber. „Wir tun alles, was wir können. Ich gehe immer in die Verhandlungen, um ein Ergebnis zu erzielen,“ so Chefunterhändler Bondo vor der Sitzung am Dienstagnachmittag. Schlichterin Mette Christensen bestimmt, wie, wann und wie lange verhandelt wird.

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