Tarifverhandlungen

Experte: Sonnabend entscheidend um Konflikt zu umgehen

jt
Kopenhagen
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Flemming Ibsen Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die Tarifverhandlungen zwischen den Kommunen und ihren Angestellten am Mittwoch waren ergebnislos. Entscheidend werden die Verhandlungen der Staatsangestellten am kommenden Sonnabend sein, meint ein Professor.

Wieder einmal ist ein Großkonflikt ein Stück näher gerückt – doch noch ist es nicht zu spät, einen solchen zu umgehen. Das erklärt der Professor a.D. des Zentrums für Arbeitsmarktforschung der Uni Aalborg, Flemming Ibsen.

In der Nacht zu Donnerstag endeten die Verhandlungen der Chefunterhändler der Kommunen und der Angestellten ohne eine Lösung. Nun schauen alle auf Sonnabend, wo sich die Chefunterhändler des Staates mit denen der Arbeitnehmer treffen.

„Erst müssen die Verhandlungspartner eine Einigung im Bereich des Lohnes finden, bevor sich überhaupt irgendetwas in den Verhandlungen tut. Und ich glaube, dass die Verhandlungen des Staates hier einen Durchbruch machen sollten – dann werden die anderen Unstimmigkeiten auch folgen“, so Ibsen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Mit den anderen Unstimmigkeiten sind unter anderem die Verhandlungen der Arbeitszeiten der Lehrer und bezahlte Pausen für öffentlich Angestellte gemeint.

Stehen unter Zeitdruck

Die Verhandlungspartner stehen Ibsen zufolge allmählich unter Zeitdruck. „Am kommenden Dienstag ist Stichtag eines Schlichtungsvorschlages. Die Schlichterin kann zwar einen Konflikt um zwei weitere Wochen aussetzen, doch das ist meiner Meinung nach unwahrscheinlich“, betont Ibsen.

Sollten die Verhandlungspartner keine Lösung finden oder die Schlichterin einen Konflikt um weitere zwei Wochen aussetzen, dann streiken die öffentlichen Angestellten ab dem 22. April und ab dem 28. April gelten die umfassenden Aussperrungen (Lockout) des Staates.

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