Energie

Vestager untersucht mögliche deutsche Blockade von dänischen Windkraftstrom

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Brüssel
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Deutschlands größtem Stromnetzbetreiber Tennet wird vorgeworfen, den Zugang von dänischem Strom zum deutschen Markt zu begrenzen. Das würde gegen die Wettbewerbsregeln verstoßen, weshalb sich nun die EU-Kommission eingeschaltet hat.

Die EU-Kommission untersucht nun, ob der deutsche Stromnetzbetreiber Tennet dänischen Strom auf dem deutschen Markt nur begrenzt anbietet. Das berichtet die Fachzeitung Ingeniøren.

Laut Ingeniøren wird dem Stromnetzbetreiber vorgeworfen, den deutschen Verbrauchern nicht den billigen dänischen Strom, der über die Jütland-Verbindung nach Deutschland importiert wird, angeboten zu haben. Tennet habeden Verbrauchern stattdessen den weitaus teureren deutschen Strom angeboten.

„Wir haben die Situation nun einige Zeit beobachtet und arbeiten mit dem deutschen Netzbetreiber gut zusammen. Wir möchten jetzt diesen Fall so lösen, dass die Deutschen auch von dänischem Windkraftstrom profitieren können“, erklärt die dänische EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager (Radikale Venstre).

Die Branchenorganisation Dansk Energi hatte in der Vergangenheit schon mehrmals auf die Begrenzungen des deutschen Betreibers aufmerksam gemacht. 2016 seien lediglich 200 Megawatt Strom gen Süden exportiert worden – rund 11 Prozent der Gesamtkapazität der Jütland-Verbindung.

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