Politik

Angekündigter Abschied – alternative Anstöße

hm/Ritzau
Odense
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Foto: Carsten Bundgaard/Ritzau Scanpix

Auf dem Landestreffen der Alternative hat Parteigründer Uffe Elbæk seinen Rückzug von der Spitze angekündigt und präsentierte Ideen zu seinem Dänemark der Zukunft.

Die grüne Partei Dänemarks „Die Alternative“ hat sich am Sonnabend auf einem Landestreffen in Odense versammelt. Dort teilte der Parteigründer Uffe Elbæk mit, dass er in der kommenden Wahlperiode nicht mehr als Parteichef zur Verfügung stehen werde. Elbæk ist 63 Jahre alt.

Er hoffe auf einen harten Kampf um seinen Posten und werde darauf verzichten, seine Nachfolge zu bestimmen, sagte Elbæk.

Die als Nachfolgerin gehandelte Carolina Magdalene Maier glaubt an eine Wahl ohne ernste parteiinterne Streitereien. Wie auch andere mögliche Kandidaten hält sie sich aber bedeckt.

38 Ideen

Elbæk betonte in Odense den Wert der Freiheit abseits von Wachstum und Konsum und präsentierte auf dem Landestreffen ein Diskussionspapier mit 38 Ideen, die seine Vision wiedergeben, wie Dänemark in Zukunft aussehen sollte.

Der Parteigründer plädiert dafür, dass Privatpersonen nicht länger Baugrund besitzen sollten; ein Haus auf diesem Grund solle aber weiterhin Eigentum bleiben. Eine weitere Idee ist ein Recht auf eine einjährige Ausbildung für Dänen jedes zehnte Jahr.

Die Partei besteht seit 2013, knapp zwei Jahre später zog die Alternative im ersten Anlauf ins dänischen Parlament ein und stellt seit der vergangenen Kommunalwahl im Herbst 2017 auch Bürgermeister. Allerdings verließ seit 2017 jedes neunte Mitglied die Partei, insgesamt waren es 1250.

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