Generalversammlung

Lose übernimmt Vorsitz von Danske Regioner

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Aarhus
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Stephanie Lose umarmt ihre Venstre-Kollegin, Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby, während der scheidende Vorsitzende von Danske Regioner, Bent Hansen (Soz.), schmunzelnd wegschaut. Foto: Scanpix

Künftig wird die Regionsvorsitzende von Süddänemark, Stephanie Lose, die Leitung des Regions-Verbandes übernehmen. Zum Abschied forderte der langjährige Regionschef Bent Hansen markant mehr Geld von Christiansborg.

Die Botschaft der Regierung an den Verband der fünf dänischen Regionen war deutlich: „Bisher habt ihr Resultate geliefert. Die Erwartungen hinsichtlich solcher sind zukünftig aber nicht kleiner.“

So sagte es Innenminister Simon Emil Ammitzbøll-Bille (Liberale Allianz) stellvertretend für diverse seiner anwesenden Ministerkollegen am Donnerstag auf der Generalversammlung des Verbandes der dänischen Regionen „Danske Regioner“ in Aarhus.

Die Sitzungsleitung hatte die bisherige stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Süddänemarks Regionsvorsitzende Stephanie Lose (Venstre), übernommen. Sie wird zukünftig – wie vorab ausgehandelt – auch als Vorsitzende von Danske Regioner die Weichen stellen und im direkten Schlagabtausch mit der Regierung stehen, wenn es unter anderem bei den jährlichen Verhandlungen über die Budgetrahmen für die Regionen um Finanzen geht.

Hansen fordert mehr Geld von den Ministern

Der langjährige und bis gestern noch amtierende Vorsitzende Bent Hansen (Sozialdemokraten) machte in seiner Heimatstadt deutlich, dass Qualität im Gesundheitswesen ihren Preis hat. Er hob auch die vielen Resultate hervor, die die nicht immer unumstrittenen Regionen in den vergangenen Jahren erreicht haben. Der Fokus habe sich in den letzten Jahrzehnten verändert von Nähe hin zu Qualität in der Behandlung.

Die Gesundheitskosten in Dänemark seien im europäischen Maßstab gering – und sie würden nur schwach steigen.
„Daher muss Christiansborg dem Gesundheitswesen eine schwere Tüte mit Geld überlassen“, so der Genosse unter anderem an den anwesenden Finanzminister Kristian Jensen (Venstre) und an Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby (Venstre) – denn die Zahl der Patienten steige stetig.

„Es müssen markant mehr Mittel fließen oder man muss sich auf einen schlechteren Service einstellen“, so Hansen zum Abschied aus der ersten Reihe der Politik – und als Erbe für seine Nachfolgerin Lose. Hansen rief den Landespolitikern auch zu, dass sie nicht alles vom Slotsholmen aus steuern könnten. Man brauche politisch verankerte regionale Schlagkraft.

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