Missbrauch von EU-Geldern

Messerschmidt droht Rückzahlung an die EU

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Morten Messerschmidt
Morten Messerschmidt Foto: Linda Kastrup/Scanpix

Die mittlerweile aufgelöste europäische Partei „Meld“ schuldet der EU weiterhin rund eine Million Kronen an veruntreuten Mitteln. Diese will sie sich nun von den beteiligten Personen wiederholen. Dazu gehört auch Morten Messerschmidt von der Dänischen Volkspartei.

Die europäische Partei „Meld“ (Movement for a Europe of Liberties and Democracy), der auch die Dänische Volkspartei angehörte, schuldet dem EU-Parlament weiterhin rund eine Million Kronen.

Das Geld will sich das Parlament nun von den Personen wiederholen, die direkt in die Partei und den Missbrauch der EU-Mittel verwickelt waren.

Das schreibt das EU-Organ in einem Brief an das EU-Parlamentsmitglied Morten Messerschmidt von der Dänischen Volkspartei, in den Danmarks Radio Einsicht hat.

In dem Brief steht: „Das EU-Parlament wird alle notwendigen Mittel aufbringen, um das Geld zurückzubekommen. Diese Schritte werden gegen alle Personen unternommen, die für den Missbrauch von EU-Geldern verantwortlich waren.“

Damit könnte auch Messerschmidt selbst zur Kasse gebeten werden.

Meld hatte EU-Mittel für Projekte benutzt, die nicht Unterstützungsberechtigt waren. Der Brief ging an Messerschmidt, weil er der letzte Vorsitzende des Bündnisses aus verschiedenen EU-kritischen Parteien war. Meld wurde Ende 2015 aufgelöst. Morten Messerschmidt wollte sich zu den Rückzahlungen bisher nicht äußern.

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