EU-Austritt

Dänische Wirtschaft bereitet sich auf Brexit vor

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Kopenhagen
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Die Direktorin des dänischen Bauernverbandes Landbrug & Fødevarers“, Karen Hækkerup, rät allen Unternehmen: Auf das Schlimmste vorbereiten und auf das Beste hoffen.

Molkereigigant Arla hat im Zuge der Brexit-Entscheidung nach eigenen Schätzungen schon eine dreistellige Millionen-Summe verloren. Auch andere Riesen der dänischen Wirtschaft bereiten sich auf den Ausstieg der Briten aus der EU und die daraus folgenden Auswirkungen auf den dänischen Export vor. Laut Finans.dk rechnet man mit dem schlimmsten Szenario. Bei Arla geht man dabei von hohen Zöllen aus.

Auch der Pensionsriese PFA befürchtet einen chaotischen Brexit mit ebensolcher Auswirkung auf die britische Ökonomie. Das bringe dort den Wert getätigter PFA-Investitionen in Gefahr.
„Wir haben 20 Milliarden Kronen in britische Aktivitäten investiert. Die Währungsunsicherheiten können wir abdecken, aber ein genereller Rückgang der britischen Ökonomie wäre eine ernste Bedrohung für unsere Investitionen“, so Anders Damgaard, Konzernfinanzdirektor bei PFA. Seit der Brexit-Entscheidung hat die PFA die Investitionen auf der Insel gedrosselt und lässt größere Vorsicht walten.

Obwohl der Brexit erst für den 29. März nächsten Jahres geplant ist, hat die EU noch nicht über die zükünftigen Handelsverbindungen verhandelt. Die knappe Zeit beunruhigt auch „Landbrug & Fødevarers“ Direktorin Karen Hækkerup. Das vergrößere das Risiko, dass es keine Absprache geben wird. Man sei gut beraten, Krisenpläne abzustauben, um sich auf das Schlimmste vorzubereiten – und auf das Beste zu hoffen, so Hækkerup.

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