Landesweiter Kinderporno-Fall

20-Jähriger vom westlichen Landesgericht freigesprochen

dodo/Ritzau
Viborg
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Das westliche Landesgericht in Viborg. Foto: Scanpix

Das Landesgericht hat damit das Urteil des Stadtgerichts in Randers gekippt, das den jungen Mann für das Verbreiten von Kinderpornografie verurteilte. Er muss allerdings ein Bußgeld zahlen. Rund 1.000 Personen werden landesweit in dem Fall beschuldigt.

Ein 20-Jähriger aus Sydjurs ist am Freitag vom westlichen Landesgericht in Viborg davon freigesprochen worden, Kinderpornografie verbreitet zu haben. Er muss allerdings ein Bußgeld von 2.500 Kronen für das Weiterschicken eines Sexvideos bezahlen.

Der Fall gehört zu einem landesweiten Fall, in dem rund 1.000 Personen beschuldigt werden, Kinderpornografie verbreitet zu haben, nachdem sie ein Video eines 15-jährigen Jungens und eines gleichaltrigen Mädchens über soziale Netzwerke verbreitet hatten, auf dem die beiden beim Sex zu sehen sind.

Mit der Entscheidung hat das Gericht ein Urteil des Stadtgerichts Randers gekippt, das den 20-Jährigen am 5. Februar zu 30 Tagen Haft auf Bewährung für das Teilen von Kinderpornografie verurteilte. Im Gegensatz zu dem Stadtgericht ist das Landesgericht allerdings nicht der Meinung, dass der junge Mann sich im Klaren darüber war, dass die Personen in dem Video unter 18 Jahren sind und deshalb nicht aufgrund des Kinderporno-Paragrafen des Strafgesetzbuches verurteilt werden kann.

Insgesamt wurden von Stadtgerichten bisher acht Personen zu Haftstrafen auf Bewährung zwischen 7 und 40 Tagen verurteilt.

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