Umbrella-Fall

Zwei weitere Jugendliche wegen Verbreitens von Kinderpornografie verurteilt

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Das Östliche Landesgericht hat geurteilt. Foto: Scanpix

Zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren sind vom Östlichen Landesgericht zu 20 und 40 Tagen Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Angeklagten wussten, dass die Personen im geteilten Video minderjährig waren.

Das Östliche Landesgericht hat zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren für das Verbreiten von Kinderpornografie zu Gefängnisstrafen auf Bewährung verurteilt. Beide Fälle gehören zum sogenannten Umbrella-Fall, in dem mehr als 1.000 Jugendliche in Dänemark beschuldigt werden, ein Video von zwei 15-jährigen beim Geschlechtsverkehr über soziale Netzwerke und Messenger verbreitet zu haben.

Die beiden Verfahren dienten in dem viel diskutierten Umbrella-Komplex als Probefälle, nach denen sich die Urteile gegen die restlichen Beschuldigten richten sollen.

In zwei vorherigen Fällen hatte das Landesgericht die Urteile der Stadtgerichte gekippt, da es nicht der Meinung war, dass die Jugendlichen wegen Teilens von Kinderpornografie belangt werden konnten.

Dies war am Dienstag nicht der Fall. Das Östliche Landesgericht kam bei den 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen zu dem Ergebnis, dass sie sich beim Verbreiten des Videos bewusst waren, dass die Personen minderjährig waren.

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