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17-Jährige in Flensburg erstochen – Bekannter des Opfers festgenommen

Gunnar Dommasch/ Tobias Fligge/ dpa
Flensburg
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Das Haus in der Straße Zur Exe. Hier ereignete sich die Tat. Foto: Gunnar Dommarsch/shz

Am Montagabend fand die Polizei die junge Frau. Sie verstarb noch vor Ort. Nachbarn sagen: Es gab häufig Streit.

Bluttat in Flensburg: Am Montagabend wurde im Bereich des Stadtbezirks Exe eine junge Frau getötet. Das teilte die Polizei Flensburg auf Nachfrage von shz.de mit. „Polizei und Rettungskräfte wurden gegen 18.35 Uhr in eine Wohnung gerufen. Dort befand sich eine schwerverletzte 17-Jährige mit mehreren schweren Stichwunden“, sagte Christian Kartheus, Sprecher der Polizei Flensburg.

Sofort eingeleitete Reanimierungsversuche seien erfolglos gewesen. Die junge Frau verstarb noch am Tatort. Kartheus weiter: „Nach Auswertung der ersten Spurenlage können wir ein Tötungsdelikt nicht ausschließen.“ Gegen einen 18-jährigen Bekannten der Frau besteht ein Tatverdacht. Er befindet sich nicht in U-Haft, aber in Obhut der Polizei.

„Die Ermittlungen laufen. Zum derzeitigen Stand werden wir den Tatverdacht nicht weiter konkretisieren“, so Kartheus. Auch zum Ablauf der Tat und wer die Polizei alarmierte, wollte sich der Polizeisprecher nicht weiter äußern. Offen ist auch, in welchem Verhältnis das Opfer und der Tatverdächtige genau standen.

Tatwaffe sichergestellt

Der Tatverdächtige sollte noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden, sagte die Leitende Staatsanwältin der Flensburger Staatsanwaltschaft, Ulrike Stahlmann-Liebelt. Das Ergebnis, also ob Haftbefehl erlassen wird oder nicht, werde aber voraussichtlich erst am Mittwoch mitgeteilt. Die Polizei konnte laut Stahlmann-Liebelt die Tatwaffe sicherstellen. Angaben dazu machte sie aber mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Das Mehrfamilienhaus, in dem die Tat geschah, wird von 25 Mietern bewohnt. Es ist ein Neubau, der erst im Oktober 2016 bezogen wurde, nachdem ein Haus an gleicher Stelle durch Brandstiftung völlig zerstört worden war. Die getötete Mieterin war von Anfang an dabei. Ihre Wohnung befindet sich im 2. Stock. Nachbarn berichten, dass die 17-Jährige sehr oft Besuch von dem Tatverdächtigen gehabt habe.

„Man konnte denken, sie leben zusammen.“ Die beiden seien zunächst unauffällig gewesen, in der Vergangenheit sei es allerdings häufig zu Streit gekommen. „Es hat lautstarke Auseinandersetzungen gegeben, auch körperlich sind die beiden aneinander geraten“, sagt ein Mieter, der nicht genannt werden will. Am Tattag gegen 18 Uhr hatten Nachbarn noch laute Schreie gehört. Helfen konnten sie nicht mehr. Der mutmaßliche Täter wird im Verlauf des heutigen Tages noch einem Haftrichter vorgeführt. Über das Ergebnis soll am Mittwochvormittag berichtet werden. „Ermittelt wird wegen Totschlags“, sagt die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt zu shz.de.

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