Stimmeneinbußen

SSW mit Verlusten bei der Kommunalwahl

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Flensburg/Apenrade
Zuletzt aktualisiert um:
SSW-Vorsitzender Flemming Meyer Foto: Flensborg Avis

In ihrer Hochburg Flensburg ist die Partei der dänischen Minderheit von den Grünen überholt worden und nur noch viertstärkste Kraft. Trotzdem gibt es auch Grund zur Freude.

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) hat bei der schleswig-holsteinischen Kommunalwahl Verluste hinnehmen müssen. In der SSW-Hochburg Flensburg rutschte die Minderheitenpartei in der Wählergunst vom dritten auf den vierten Platz ab und wurden von den Grünen überholt.

Zwischen einem und zwei Prozentpunkten verglichen mit der vorherigen Wahl hat der SSW in den Ämtern Flensburg, Schleswig-Flensburg und Nordfriesland verloren. „Wir werden nun genau schauen, wie es zu den Stimmeneinbußen kommen konnte“, berichtet Martin Lorenzen, Landessekretär des SSW.

„Konnten bei den Jungen nicht punkten“

Besonders die Ergebnisse in den Städten, wie zum Beispiel in Flensburg, geben zu bedenken, so Lorenzen. „Dort konnten wir mit unserem Wahlkampf anscheinend bei den jungen Wählern nicht punkten“, sagt der Landessekretär. Allerdings gibt es auch Erfolge für den SSW. In Harrislee ist sie die stärkste Partei. „Dort haben wir einen guten Wahlkampf geführt und sind sehr unterstützt worden. Es gibt dort eine starke dänische Minderheit“, erklärt er.

„Mandatsmäßig sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, meint Martin Lorenzen. Der SSW bleibt weiterhin personell in den Kreisen und kreisfreien Städten vertreten und „die Mandate sind das Wichtigste, um weiterhin gute Politik machen zu können“, sagt der Landessekretär.

Vorsitzender ist enttäuscht

Der SSW-Vorsitzende Flemming Meyer zeigte sich ebenfalls enttäuscht und ist unzufrieden mit den Wahlergebnissen. Allerdings sieht auch er die positiven Seiten. „Ich bin froh, dass wir in Flensburg vier Wahlkreise direkt gewonnen haben und in Harrislee die stärkste Partei geworden sind“, wie er gegenüber Flensborg Avis sagte.

Die Wahlbeteiligung lag in ganz Schleswig-Holstein bei knapp über 50 Prozent. In Flensburg, mit fast 100.000 Einwohnern, ging nur etwa ein Drittel zur Wahl.

Die CDU bleibt trotz Verlusten die stärkste Kraft im nördlichsten Bundesland und konnte den Abstand zur SPD vergrößern. Besonders die Grünen konnten zulegen und haben nicht nur dem SSW, sondern auch den anderen Parteien Stimmen abgenommen, berichtet shz.de.

Mehr lesen