EU-Wettbewerbskommissarin greift ein

Vestager verteilt Milliardenstrafen an Autokartelle

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager Foto: Scanpix

Mehrere Reedereien und Zulieferer der Autoindustrie sollen der europäischen Wettbewerbsfähigkeit geschadet und Arbeitsplätze gefährdet haben. Sie müssen eine Strafe von insgesamt vier Milliarden Kronen Zahlen.

Die Wettbewerbskommissarin der Europäischen Union, Margrethe Vestager, hat drei Kartellen eine Geldbuße aufgedrückt, weil diese dafür gesorgt haben, dass Autos für die Verbraucher teurer werden. Insgesamt belaufen sich die Strafen auf rund vier Milliarden Kronen.

Betroffen sind Reedereien, die neue Autos von und nach Europa verschiffen sowie Lieferanten von Zündkerzen und Bremssystemen.

Die Dänin sagt, dass die Kartelle den europäischen Verbrauchern und der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie geschadet haben.

„Wir dulden kein Verhalten, dass der Wettbewerbsfähigkeit schadet“, so Vestager zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Europäische Arbeitsplätze bedroht

Sie sagt, dass die EU-Länder alleine 2016 Autos im Gesamtwert von mehr als 1,4 Billionen Kronen exportiert haben. „So ein Kartell im Transportwesen erhöht die Preise für das Exportieren von Autos und ist eine Bedrohung für die europäischen Industrien und Arbeitsplätze“, so die Dänin.

In der Vergangenheit hat die EU bereits Strafen von mehr als 45 Milliarden Kronen an Unternehmen verhängt, die der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Pkw- und Lastwagenmarkt geschadet haben.

Ein Interview mit Margrethe Vestager lesen sie morgen in unserer Zeitung und auf nordschleswiger.dk

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