Kompakt am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick aus Dänemark

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: DPA/David A. Aguilar

Dänische Augen im All, Kritik an Løkke aus Grönland und schlechte News für Fakta-Mitarbeiter: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Coop schließt 47 Fakta-Filialen

Derzeit gibt es 406 Fakta-Filialen in Dänemark, Ende Mai werden es noch 359 sein. Das hat Betreiber Coop am Donnerstag mitgeteilt. Und das, obwohl das Betriebsergebnis von Fakta 2017 deutlich besser aussah als noch im Vorjahr, 18 Millionen Kronen minus standen zu Buche – im Vergleich zu 124 Millionen Kronen 2016. „Es kann durchaus merkwürdig scheinen, diesen Schritt nach einem Jahr mit deutlichem Fortschritt zu machen“, räumt Fakta-Chefin Stina Glavind ein. „Doch leider ist das nötig, um die ganze Kette zu einem guten Geschäft zu machen und die Möglichkeit zu haben, die nötigen Investitionen vorzunehmen“, sagt sie in einer Pressemitteilung von Coop. Welche Filialen betroffen sind, wird am Freitag veröffentlicht.

Kritik aus Grönland an Løkke

Fünf Tage vor der Parlamentswahl ist Lars Løkke Rasmussen in die Debatte um die Selbstständigkeit Grönlands hineingezogen worden. Wie Danmarks Radio berichtet, kritisierten auf einer Wahlveranstaltung die beiden Parteien Partii Naleraq und die neu gegründete Nunatta Qitornai (NQ) den Staatsminister. Es schicke sich nicht für den Regierungschef, Drohungen gegenüber Grönland auszusprechen. „Weder Lars Løkke Rasmussen noch die Regierung sollten sich in die Debatte einmischen, ob wir selbstständig sein wollen“, sagte der Gründer der Partei NQ, Vittus Qujaukitsoq.

Tess hat dänische Augen

In der Nacht zu Donnerstag ist der Satellit Tess von Cape Canaveral in den USA ins Weltall gestartet. Die „Augen“ – zwei Kameras – hat DTU Space beigesteuert, die Raumfahrtabteilung der Dansk Teknisk Universitet. Aufgabe des Satelliten ist, erdähnliche Planetenausfindig zu machen und nach Leben zu suchen. Dafür muss Tess Planeten finden, die um eine Sonne kreisen – nicht zu nah, dann verdampft das möglicherweise vorhandene Wasser, nicht zu weit weg, dann gefriert es. Flüssiges Wasser gilt als Quelle des Lebens. Die Mission hat eine vorläufige Laufzeit von zwei Jahren und soll bei der Beantwortung der Frage helfen, ob das Leben im Universum auf der Erde einzigartig ist oder ob es sich zwangsläufig einstellt, wenn die Bedingungen passen.

Mutmaßliche Bandenmitglieder nach Auseinandersetzung verhaftet

Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Esbjerg befinden sich vier Männer in U-Haft. Den mutmaßlichen Bandenmitgliedern wird vorgeworfen, am Mittwoch mit Flaschen, Keulen und anderen Gegenständen auf Kontrahenten losgegangen zu sein. Diese standen in zwei Fahrzeugen vor einer roten Ampel. Die Polizei stoppte kurze Zeit später die mutmaßlichen Täter, die ebenfalls in einem Auto unterwegs waren. Die vier müssen sich neben der gefährlichen Körperverletzung auch dafür verantworten, andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht zu haben.

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