Dänemark kompakt am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick aus Dänemark

DN
Apenrade/Aabenraa
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Jimmy Maymann Foto: Jens Nørgaard Larsen/Ritzau Scanpix

Der U-Boot-Fall, eine dänische Poplegende auf Reunion-Tour und Entlassungen bei Falck: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages kompakt im Überblick.

Neuer TV2-Vorsitzender

17:05 Uhr: Der dänische TV-Sender TV2 bekommt einen neuen Vorsitzenden. Wie das dänische Kulturministerium mitteilt, wird Jimmy Maymann die Nachfolge von Lars Liebst antreten. Maymann war früher Direktor der amerikanischen Online-Zeitung „The Huffington Post“.

Mehr Drogen-Patienten in Dänemark

15:55 Uhr: Immer mehr Jugendliche lassen sich wegen ihres Drogenmissbrauchs behandeln. Der Fokus darauf und mehr Behandlungsangebote können der Grund für die steigende Zahl sein, meint ein Professor.

Falck entlässt 570 Mitarbeiter

14:35 Uhr: Der harte Wettbewerb im Rettungswesen hat zur Folge, dass Falck 570 Mitarbeiter entlassen wird. Das teilt das Unternehmen mit. Entlassen werden sollen Mitarbeiter im Bereich Patiententransport. Die Betriebskosten seien dort derzeit zu hoch. 250 der Entlassungen seien dem Auslaufen des Vertrages mit der Region Hauptstadt Ende des Jahres geschuldet, so das Unternehmen. 420 der Betroffenen haben Vollzeitstellen. Ende September sollen die Entlassungen wirksam werden.

Lehre bei Schulabsolventen wieder beliebter

12:00 Uhr: In Dänemark haben sich erstmals seit Jahren wieder mehr Schulabgänger für einen beruflichen Ausbildungsweg beworben. Laut Statistik des Unterrichtsministeriums ist die Zahl der Volksschulabsolventen, die eine Berufsausbildung beginnen, dieses Jahr von 18,5 auf 19,4 Prozent gestiegen. Die Regierung hatte das Ziel ausgegeben, bis 2025 einen Anteil von 30 Prozent zu erreichen. Fast ein Drittel der Jugendlichen, die eine Berufsausbildung machen, gehen zudem den sogenannten EUX-Weg, auf dem sie zugleich die Hochschulreife erwerben können und somit anschließend doch noch studieren. 73,1 Prozent der Volksschulabgänger wollen ans Gymnasium – 0,9 Prozent weniger, als 2017.

Anne Linnet
Anne Linnet Foto: Torben Christensen, Scanpix

Anne, Sanne og Lis nach 37 Jahren wieder auf Tour

10:38 Uhr: Vor rund 40 Jahren hat die Anne Linnet Band, bekannt auch als Anne, Sanne og Lis, Dänemark erobert. Nach 37 Jahren Pause geht die Band im Frühjar 2019 wieder auf Tour. Das teilt der Konzertveranstalter Live Nation am Dienstag mit. Konzerte soll es in Aalborgm Aargus, Odense und Kopenhagen geben. Und zwar in den ganz großen Arenen – vom Gigantium in Aalborg bis zur Royal Arena in Kopenhagen.

Mærsk-Finanzchef hört auf

10.30 Uhr: Der Finanzdirektor des dänischen Reederei-Giganten A. P. Møller-Mærsk, Jakob Stausholm, hört Ende März auf. Das hat das Unternehmen am Dienstag mitgeteilt. Stausholm gehörte dem Unternehmen seit 2012 und wurde am 1. Dezember 2016 Finanzdirektor. Er wolle sich anders Orientieren und es sei ihm eine Ehre gewesen, für Mærsk zu arbeiten, schreibt Stausholm. Mærsk will die Direktionsposten aufteilen und die Bereiche IT, Strategie, Digital und Transformation aus dem Finanzressort lösen. Die Mærsk B-Aktie fiel bis zehn Uhr um 4,3 Prozent auf 9.042 Kronen.

Deutlich weniger Bürger im Vorruhestand als erwartet

9:40 Uhr: Die Zahl der dänischen Bürger, die heute in Vorruhestand gehen, ist deutlich niedriger, als die Politiker erwartet hatten, als sie 2012 eine neue Vorruhestandsregelung einführten. Das zeigt ein neuer Evaluierungsbericht des Beschäftigungsministeriums. 2016 waren 24.400 Bürger weniger vorzeitig in Pension gegangen als vorausgesagt. Vor allem Bürger über 40 Jahren, hören seltener früher auf zu arbeiten als erwartet. Die Zahl liegt derzeit bei nur einem Drittel von dem, was Politiker berechnet hatten. Die Reform von 2012 hatte zwar das erklärte Ziel, dass weniger Bürger frühzeitig staatliche Hilfe in Anspruch nehmen sollen, doch die Auswirkungen seien deutlich größer als erwartet, schreibt das Ministerium in dem Bericht.

U-Boot-Fall: Prozess gegen Peter Madsen wird fortgeführt

8:28 Uhr: In den kommenden Tagen wird der Prozess gegen den U-Boot-Bauer Peter Madsen in Kopenhagen fortgeführt. Ihm wird vorgeworfen, die Journalistin Kim Wall gefoltert und ermordet zu haben. 37 Zeugen werden bis Ostern angehört. Darunter Personen, die mit Madsen in dessen Werkstatt zu tun hatten, Personen, die mit ihm auf seinem U-Boot gefahren sind und Frauen, die eine Beziehung zu dem Angeklagten hatten. Zudem soll der wichtigste Beweis in dem Fall, das rechtsmedizinische Gutachten, dem Gericht vorgelegt werden.

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