Dänemark kompakt am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick aus Dänemark

DN
Apenrade/Aabenraa
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Kronprinzessin Mary in Slagelse Foto: Scanpix

Prinzessin weiht Krankenhaus ein, doch kein Kommunal-Ausgleich und so viele Airbnb-Gäste wie noch nie: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages kompakt im Überblick.

900.000 Airbnb-Gäste in Dänemark

900.000 Gäste haben im vergangenen Jahr den Onlinedienst Airbnb in Dänemark genutzt. Das ist eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. 2016 waren es noch 732.000 Gäste gewesen – 2012 sogar nur 28.000. Das geht aus Zahlen des Unternehmens hervor. Gastgeber in Dänemark verdienten 2017 durchschnittlich 14.970 Kronen bei 23 Tagen, die sie ihr Zuhause vermieteten. Die größte Zahl der Übernachtungen fand in Kopenhagen statt. Alleine 510.00 Gäste quartierten sich in der Hauptstadt ein.

Kronprinzessin weiht Krankenhaus in Slagelse ein

Kronprinzessin Mary war am Dienstag Ehrengast, als in Slagelse das fertig ausgebaute Akutkrankenhaus von der Region Seeland eingeweiht wurde. Der jüngste Ausbau umfasst knapp 20.000 Quadratmeter und enthält auf drei Etagen unter anderem Geburten- und Kinderabteilung und 180 Einzelzimmer für medizinische Patienten. Es ist eines der größten sogenannten öffenlich-privaten Projekte (OPP) des Landes. Hier soll es in dem neuen Rahmen zukünftig auch leichter werden, die ganze Familie einzubinden, wenn ein Kind ins Krankenhaus muss.

Wirtschafts- und Innenminister Simon Emil Ammitzbøll-Bille (Liberale Allianz) Foto: Scanpix

Kein kommunaler Ausgleich in dieser Wahlperiode

Es wird keine Reform des kommunalen Ausgleichs in dieser Wahlperiode geben. Das gab Wirtschafts- und Innenminister Simon Emil Ammitzbøll-Bille (Liberale Allianz) am Dienstag bekannt. Zu TV2 sagte er, dass eine Reform wieder auf die Tagesordnung käme, wenn die Regierungsparteien bei der kommenden Wahl wieder an die Macht kämen. Derzeit sei aufgrund des Widerstandes der Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei keine Einigung über den Vorschlag der Regierung zu erzielen, so der Minister. Der Kommunal-Ausgleich hatte für Zündstoff gesorgt, weil die Hauptstadtkommunen sich weigern wollen, mehr Geld an Kommunen in Jütland abzugeben und Kommunen in der Provinz zugleich mehr Geld aus dem Ausgleich fordern.

Dänemark eröffnet Kulturinstitut in Indien

Dänemark eröffnet diesen Herbst ein Kulturinstitut in der dänischen Botschaft in Neu-Delhi. Das gab Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre) am Dienstag bei einem Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi in Stockholm bekannt. Das Institut solle Dänemark in Indien sichtbar machen und Antrieb für einen interkulturellen Austausch geben, so Løkke, der Indiens globale Rolle im politischen und wirtschaftlichen Bereich hervorhob. Seit 1940 wurden dänische Kulturinstitute in Belgien, Brasilien, China, Lettland, Polen und Russland eröffnet.

DNA-Register verringert Kriminalität

Personen, die eines Verbrechens beschuldigt werden, begehen in der Folge weitaus weniger Verbrechen, wenn deren DNA im Register der Polizei gespeichert wurde. Das zeigt eine neue Studie der Rockwool-Stiftung. Jene Beschuldigten, deren Genmaterial zum Abgleich in der Datenbank vorliegt, werden in den drei Folgejahren im Durchschnitt 20 Prozent weniger erneut verurteilt, als Nicht-Registrierte. Die Forscher hatten zwar eine präventive Wirkung erwartet, sind von der Deutlichkeit des vorbeugenden Effektes aber selbst überrascht. Vor allem bei jungen Menschen sei der DNA-Effekt enorm, so ein Forscher der Stiftung. So halbiert sich die Zahl der Folgeverbrechen bei Personen zwischen 18 und 23 Jahren, deren DNA bei der Polizei vorliegt. Seit 2005 fällt es der Polizei durch eine Gesetzesänderung leichter, DNA-Proben von Personen zu nehmen, die eines Verbrechens bezichtigt werden.

Immer mehr ökologische Äcker

Immer mehr Äcker im Land werden ökologisch bewirtschaftet. Im vergangenen Jahr ist der Anteil von Öko-Betrieben um 13 Prozent gestiegen. Rund 250.000 Hektar in Dänemark sind Öko-Land. Das meldet die Branchenvereinigung Landbrug & Fødevarer. Demnach werden 9,3 Prozent der Ländereien in Dänemark nach ökologischen Standards betrieben. Ende 2017 gab es im Land 3.635 Öko-Betriebe.

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