Kompakt am Montag

Der Nachrichtenüberblick aus Dänemark

DN
Apenrade/Aabenraa
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In Dänemark standen noch nie mehr Menschen in Lohn und Brot. Foto: Scanpix

Mehr Jobs denn je, Pause bei den Tarifverhandlungen und typisches Aprilwetter: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

„Kein hundertprozentiger Schutz“

Umwelt- und Lebensmittelminister Esben Lunde Larsen (Venstre) hat am Montag mehrere Fragen zum geplanten Wildschweinzaun beantwortet. Die Antworten des Ministers machen deutlich: Der Zaun wird keinen hundertprozentigen Schutz vor Wildschweinen und somit der Afrikanischen Schweinepest bieten. Vielmehr soll er einen größtmöglichen Anteil an Tieren abhalten und den Jägern helfen, Tiere besser abschießen zu können. LHN-Chef Jørgen Popp Petersen fragt sich unterdessen, wann der Zaun wieder abgebaut wird, wenn er schon bei der untersten Gefahrenstue aufgebaut werden sollte.

Endspurt im U-Boot-Fall

Staatsanwalt Jakob-Buch Jepsen fordert eine lebenslange Haftstrafe für Peter Madsen. Er wirft dem dänischen Erfinder und U-Boot-Bauer vor, die schwedische Journalistin Kim Wall im August vergangenen Jahres seinem U-Boot „Nautilus“ in sexueller Absicht gefoltert, getötet und zerstückelt und anschließend über Bord geworfen zu haben. Verteidigerin Betina Hald Engmark hält dagegen: Sie nennt den U-Boot-Fall eine Gruselgeschichte ohne Beweise.

Grabmal Königin Margrethe
Das fertige Grabmal für Königin Margrethe. Foto: Keld Navntoft, Kongehuset

Das Grabmal der Königin ist fertig

Das Grabmal für Königin Margrethe II. und Prinz Henrik von Dänemark ist fertiggestellt. Das hat das Königshaus am Montag mitgeteilt. Das Kunstwerk „Sarkofag“ des Bildhauers Bjørn Nørgaard verbindet königliche Pracht mit futuristischem Design und ist nun an seinem endgültigen Standpunkt in der Kapelle St. Birgitta im Dom von Roskilde aufgestellt worden. Nicht weniger als 29 Millionen Kronen (3,9 Millionen Euro) hat das Kunstwerk gekostet.

„Hjerteforeningen“ sammelt Rekordsumme von 38,1 Millionen Kronen

Nach einer landesweiten Sammelaktion und einer TV-Sammlung am Sonntag im dänischen Fernsehen darf sich die dänische Gesundheitsorganisation „Hjerteforeningen“ über eine Rekordsumme von 38,1 Millionen Kronen freuen. Damit wurden in diesem Jahr fast zehn Millionen Kronen mehr gesammelt als 2017 – damals lag der Betrag bei 28,5 Millionen Kronen. Neben den beiden Sammelaktionen stammt ein Teil des Geldes auch aus dem Verkauf von Produkten, die die Organisation unterstützen. Bei der landesweiten Sammlung kamen durch 4.600 Helfern auf den Straßen in Dänemark rund 3,6 Millionen Kronen zusammen. Das Geld wird für Forschung, Vorbeugemaßnahmen und zur Patientenunterstützung verwendet.

Größter Windpark der Welt soll in Dänemark entstehen

50 bis 75 Windkraftanlage vor der dänischen Küste, jede von ihnen 250 Meter hoch, sollen den größten Windpark der Welt ausmachen und den Strombedarf der sieben größten Städte des Landes decken können. Energie-, Forschungs- und Klimaminister Lars Christian Lilleholt (Venstre) hat dieses Vorhaben am Montag vorgestellt. Wo die 800-Megawatt-Anlage gebaut werden soll, ist noch nicht geklärt.

Der April macht, was er will: Aprilwetter unbeständig

Nach einer konstant sonnigen und ungewohnt warmen Woche pegelt sich das Frühjahrswetter wieder ein, kündigen die Meteorologen vom DMI, Danmarks Meteoroligiske Institut, an. „Das Wetter wird mehr so, wie man es von einer Aprilwoche in Dänemark erwartet“, sagt DMI-Wachleiterin Trine Petersen. Die Woche über werde es Westwind geben. In Nordschleswig werden die Temperaturen die Woche über zwischen 11 und 14 Grad Celsius liegen. Gegen Ende der Woche sollen vor allem die Nachttemperaturen deutlich sinken, von derzeit um die 6 Grad auf 0 Grad in der Nacht zu Sonntag. Die ganze Woche über ist mit gelegentlichem Regen zu rechnen.

Tarifverhandlungen auf kommunaler und regionaler Ebene pausieren

Die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag im öffentlichen Dienst sind am Wochenende abermals ergebnislos geblieben. Am Montag werden diese nun auf kommunaler und regionaler Ebene pausiert. Das gab die Vorsitzende der Gewerkschaft FTF am Sonntagabend über Twitter bekannt. Auf staatlicher Ebene gehen die Verhandlungen am Montag ab 14 Uhr weiter. Nach einem erneuten Aufschub haben die Verhandlungsparteien nun bis zum 1. Mai Zeit, sich zu einigen. Geschieht dies nicht, könnten ab dem 6. Mai Streiks und ab dem 12. Mai eine Aussperrung (Lockout) folgen.

Beschäftigung in Dänemark auf Rekordniveau

Die Beschäftigung in Dänemark ist auch im Februar weiter auf Rekordkurs geblieben. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Von Januar bis Februar stieg die Zahl der Beschäftigten um 3.800 Personen auf insgesamt 2.732.400. Es habe damit noch nie mehr Lohnempfänger in Dänemark gegeben, berichtet die Statistikbehörde. Im privaten Sektor kamen 2.600 Menschen neu in Arbeit, wodurch die Zahl der Privatangestellten auf insgesamt 1.905.100 Personen stieg. Auch dies ist laut Danmarks Statistik das höchste Niveau in der Geschichte.

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