Dänemark kompakt am Freitag

Der Nachrichtenüberblick aus Dänemark

DN
Apenrade/Aabenraa
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Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre). Foto: Ritzau Scanpix/Zumapress.com /

Schießerei in Kopenhagen, Diebstahl aus Lieferwägen und ein Kronprinz in Bangladesch: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages kompakt im Überblick.

Løkke trifft Merkel

Der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen wird in der kommenden Woche nach Spanien, Portugal und Deutschland reisen. Dort wird er unter anderem Gespräche über die EU nach dem Brexit führen.

In Berlin wird er die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen. „Deutschland ist ein natürlicher Dreh- und Angelpunkt in Europa. Deshalb ist es wichtig, dass dänische Angelegenheiten auch in der neuen deutschen Regierung Gehör finden“, erklärt Løkke in einer Pressemitteilung.

Keine Tarifverhandlungen am kommenden Wochenende

Am kommenden Wochenende sind keine weiteren Tarifverhandlungen zwischen den öffentlichen Angestellten und deren Arbeitgeber in der Schlichtungsinstitution in Kopenhagen geplant. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

„Wir sind nicht einberufen worden. Doch wir sind darauf vorbereitet, dass die Schlichterin uns mit kurzer Vorwarnung zu weiteren Gesprächen einladen kann“, sagt der Spitzenvermittler des kommunalen Landesverbandes (KL), Michael Ziegler (Konservative).

KL-Spitzenvermittler Michael Ziegler (Konservative). Foto: Martin Sylvest/Ritzau Scanpix

Kronprinz besucht weltgrößtes Flüchtlingslager

Der dänische Kronprinz Frederik hat das weltgrößte Flüchtlingslager in Bangladesch besucht. Das Lager bietet 900.000 Menschen, die aus der gewaltsamen Provinz Rahkine in Myanmar geflüchtet sind, Unterschlupf. Die Hilfsorganisation Rotes Kreuz betreibt dort ein Feldlazarett, das der Kronprinz ebenfalls besuchte.

„Mitten in diesem Elend ist es fantastisch zu sehen, wie hier ein vollfunktionsfähiges Lazarett mit einem großen engagierten Team von Ärzten und Pflegepersonal aufgebaut wurde. Es ist wichtig, dass solche humanitären Krisenherde von der übrigen Welt gesehen werden, damit etwas unternommen werden kann“, erklärte Kronprinz Frederik in einer Pressemitteilung

Kronprinz Frederik in Bangladesch. Foto: Jakob Dall/Røde Kors/Ritzau Scanpix

Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung

Eine neue Studie zeigt, dass Supermärkte ihre Lebensmittelverschwendung aufgrund neuer IT-Lösungen um zehn Prozent senken können. Das würde zugleich aber auch zu leeren Regalen führen.

Erneute Schießerei in Kopenhagen

In den vergangenen Tagen gab es im Kopenhagener Stadtteil Albertslund mehrere Schießereien. Am späten Donnerstagabend fielen erneut Schüsse im Gebiet bei Bækgården. Ein 23-Jähriger wurde von mehreren Schüssen getroffen. Sein Zustand ist stabil, so die Polizei.

Zeugen sollen zwei unbekannte Täter gesehen haben, die im Anschluss vom Tatort flüchteten.

Zahl der Einbrüche in Lieferwägen steigt

Während immer weniger Einbrüche in Häuser und Wohnungen verzeichnet werden, steigt die Zahl der Diebstähle aus Lieferwägen. Das berichtet Jyllands-Posten. Innerhalb des vergangenen Jahres stieg die Zahl der gemeldeten Einbrüche in Lieferwägen um 35 Prozent.

Die Diebe haben es insbesondere auf Wagen von handwerklichen Betrieben abgesehen. Die dänische Reichspolizei schätzt, dass Diebe ihren Blick von Häusern auf Lieferwägen gerichtet haben, weil diese in der Regel schlecht gesichert sind und typischerweise wertvolles Werkzeuge transportieren.

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