Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Kopenhagen
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Jonas Rasmussen Foto: Mads Claus Rasmussen/Scanpix 2018

Ein Wikinger im Finale, internationaler Fluglärm über Dänemark und Jubel bei den Sommerhausbesitzern: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Rasmussen tritt als Nummer 15 beim Finale an

Beim Finale des Eurovision Song Contest am Sonnabend tritt der Sänger Rasmussen für Dänemark an. Und zwar mit der Startnummer15 unter 26 Teilnehmern. Rasmussen konnte sich am Donnerstagabend im Halbfinale gegen 17 weitere Interpreten durchsetzen und steht morgen Abend in Lissabon mit seinem Lied „Higher Ground“ auf der Bühne. Die Buchmacher und Experten sehen den dänischen Finalisten nicht als Sieger. Laut Danske Spil wird der Liedbeitrag von Elina Foureira aus Zypern das Finale gewinnen, das Sonnabend um 21 Uhr von DR1 live übertragen wird.

Täter-Opfer-Treffen auf dem Kieker

Das dänische Justizministerium wollte wissen, ob es für Opfer von Verbrechen überhaupt Sinn ergibt, sich anschließend in einem sogenannten „Konfliktrat“ mit dem Täter zu treffen. Die beim hausinternen Forschungsbüro in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss: Es gibt keine nachweisbaren Wirkungen solcher treffen, berichtet die Tageszeitung Information. Bereits vor zwei Jahren wurde die Wirkung für die Täter untersucht.

Jubel über Freibeträge für Sommerhaus-Vermieter

Für Besitzer von Ferienhäusern in Dänemark wird es deutlich attraktiver, ihr Freizeithaus zu vermieten. Eine breite Mehrheit im Folketing – ausgenommen die Einheitsliste – hat sich auf eine deutliche Erhöhung des Freibetrags für Einkünfte aus der Sommerhausvermietung von jährlich 21.400 auf 40.000 Kronen geeinigt. „Wenn wir den Sommerhaus-Freibetrag verdoppeln, dann schaffen wir nach meiner Ansicht eine weit größere Motivation für Ferienhausbesitzer, ihre Häuser zu vermieten“, erklärte Erwerbsminister Brian Mikkelsen.

Eine amerikanische F-35. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

F-35 Trainingscenter in Nordschleswig?

Das amerikanische Verteidigungsunternehmen „Cubic Defence Systems“ hat laut einem Bericht von Jyllands-Posten fortgeschrittene Pläne für die Gründung einer zentralen Trainings- und Kommandozentrale für F-35 Kampfjets in Nordeuropa. Möglicher Standort könnte der dänische Luftwaffenstützpunkt Fighter Wing Skrydstrup (FWS) bei Hadersleben werden. Bis zu 80 Kampfjets aus Großbritannien, Niederlanden, Norwegen und Polen könnten den Plänen zufolge an fortschrittlichen NATO-Übungen teilnehmen, mit dem dänischen Luftraum über der Nordsee als Ausgangspunkt.

Hunderte Grenzpendler im öffentlichen Dienst

Nicht nur in den privaten Unternehmen im Grenzland sind Pendler aus Deutschland gefragte Mitarbeiter. Auch die Kommunen in Nordschleswig sowie die Region Süddänemark profitieren von der Arbeitskraft aus dem Nachbarland. „Knapp 200 Grenzpendler sind bei der Region Süddänemark beschäftigt, und sie tragen jeden Tag dazu bei, die Aufgaben der Region zu lösen, zum Wohle unserer Patienten und Bürger“, so Lene Borregaard, Personaldirektorin der Regionsleitung.

Dänemarks größter Windpark wird mit Anbindung an deutsches Netz versehen

Bis 2021 errichtet der schwedische Energiekonzern Vattenfall im Seegebiet zwischen Møn und Rügen den mit einer Leitung von gut 600 Megawatt größten dänischen Meereswindpark. 72 Windräder werden 15 bis 40 Kilometer östlich von Møn montiert – in Nachbarschaft zum deutschen Windpark Baltic 2. Im Vorfeld des Windparkbaus, der mit Installation der Windräder 2020 und 2021 abgeschlossen wird, sorgt der staatliche dänische Netzbetreiber Energienet.dk für die Anbindung des Windparks an das dänische Versorgungsnetz – und an das deutsche Netz.

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