Kulturkommentar

In Apenrade kann man was erleben

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Ein Kulturkommentar von Gesche Picolin, Apenrader Lokalredakteurin bei Der Nordschleswiger.

Was für eine kulturell ereignisreiche Woche in Apenrade: In der Nicolaikirche wurde am 27. Februar ein Schimmel-Konzertflügel eingeweiht. Im ganzen Königreich war eine Delegation vom „Flügelausschuss“ der Propstei unterwegs gewesen, um genau das richtige Instrument zu finden. Ein Geschenk für das Musikleben der Stadt. Pianistin Marie-Luise Bodendorff spielte das Eröffnungskonzert, die Nicolaikantorei sang dazu.

Wenige Tage später schon wieder ein musikalisches Highlight: „Pligten kalder“ mit dem charismatischen Sänger und Proteinforscher Johan Olsen (Magtens Korridorer). Angekündigt für Sonntag, 4. März, 15 Uhr, im Nygadehuset. Nein! Wieso denn das? Freue ich mich doch schon geraume Zeit auf den für 16 Uhr angekündigten Auftritt von Martin Brygmann und dem Underholdningsorkester in der Sønderjyllandshalle.

Ich fasse mir ein Herz und fahre am Vorabend nach Sonderburg, um dem dortigen Konzert von Pligten kalder beizuwohnen. Froh, das getan zu haben, bleibt mir Zeit für Brygmanns Konzert am Sonntag.

Bei eisigen Temperaturen strahlt die Sonne am nächsten Tag vom wolkenlosen Apenrader Himmel. Gemeinsam mit einem Freund leite ich den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen (mit Schlagsahne – zur Feier des Tages) ein, wir freuen uns auf das Konzert in der Sønderjyllandshalle.

Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: Das Konzert ist abgeblasen. Das halbe Unterhaltungsorchester liegt mit Grippe flach.

Wir nutzen den bitterkalten Nachmittag, um einmal die Schlittschuhbahn zu nutzen. Was für ein Spaß! Für uns beide liegt das letzte Mal wohl so zwei Jahrzehnte zurück. Die erste tapsige Runde, jede Menge Lachen. Wir machen eine gute Figur, wie wir zwischen den ganzen kurzen Leuten mit „Kufenrollator“ als Lernhilfe unsere Runden drehen. In Apenrade kann man was erleben. Man muss es nur wollen.

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