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Rothenkruger Kulturpreis an Tausendsassa Adam Price

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Rothenkrug/Rødekro
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Bitte recht freundlich: Adam Price (l.) und Henrik Sørensen. Foto: Karin Riggelsen

Ein TV-Star in der Bücherei: Seine zahlreichen Beiträge zur dänischen Kultur brachten Adam Price jetzt den 30. Rothenkruger Kulturpreis ein.

Er ist Drehbuchautor (Borgen, Herrens Veje, Anna Pihl), Theaterautor, Fernsehstar und Gastronom. Adam Price ist ein Tausendsassa und auf vielen Bühnen zu Hause. Am Donnerstag nahm er in der Rothenkruger Bibliothek den in diesem Jahr zum 30. Mal vergebenen Kulturpreis für das Jahr 2017 entgegen.

In seiner Laudatio lobte der Vorsitzende des Kulturpreises, Hans Gert Jacobsen, insbesondere die Verdienste Prices um die dänische Sprache. Price stammt aus einer Schauspielerfamilie (er ist Sohn von Birgitte und John Price). Er erläuterte, „bei Tisch wurde einzig über Essen oder Theater gesprochen. Da gab’s nicht anderes.“

Neben weiteren Anekdoten nannte er die Besuche im königlichen Sommerhaus auf Château de Cayx, wo er Zeuge wurde, wie der Koch das Fischfilet des kürzlich verstorbenen Prinzen Henrik statt mit Bratenwender mit einem Käsehobel umdrehte. Und mit Schalk im Nacken sagte er: „Sie sind bei Hofe eingeladen und wissen nicht, was Sie schenken sollen? Küchenbesteck!“

Psychologisches Verständnis, Leidenschaft und Humor

Mit seinem Bruder James macht er die Unterhaltungs-Kochshow „Spise med Price“ (etwa: Essen mit Price), die zum Herbst in die elfte Runde geht. Die beiden führen auch fünf Restaurants.
Die Rothenkruger Jury begründet ihre Entscheidung für Price wie folgt: „Adam Price wird der Preis zugedacht für seinen Beitrag zur Erhöhung der dänischen Kultur mit Botschaften für große Teile der Bevölkerung. Sein Tun zeugt von psychologischem Verständnis, von Leidenschaft und Humor.“ Zudem gehe er wundervoll mit den vielen Möglichkeiten der dänischen Sprache um.

Der zweite Vorsitzende, Henrik Sørensen, gab Price ein persönliches Geschenk mit auf den Weg: das regionale Rezeptebuch „Smag på Sønderjylland“ von Inge Adriansen.

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