Projektreise

DGN-Schüler siegen mit „Sprachenvielfalt“ in Brüssel

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Apenrade/Brüssel
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Elena Biederstaedt und Tobias Klindt mit dem Vizepräsidenten des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, Gonçalo Lobo Xavier, in Brüssel. Foto: Privat

Der Vorschlag „Sprachreisen“ hat den Sieg gebracht: Tobias Klindt und Elena Biederstaedt vom Deutschen Gymnasium für Nordschleswig haben mit ihrer Gruppe beim Projekt „Your Europe, Your Say“ den ersten Platz belegt. Nun geht es für die Schüler nach Berlin.

Sie sind mit ihrer Idee nach Brüssel gefahren – und sie haben gewonnen. Tobias Klindt und Elena Biederstaedt aus der 2g des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN) haben in der vergangenen Woche mit ihrer Gruppe beim Projekt „Your Europe, Your Say“ (Deine Europa, Du hast das Sagen), initiiert vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, überzeugt.

„Es waren sehr spannende Tage. Wir haben Menschen aus vielen anderen Nationen getroffen und viel dazugelernt“, berichtet Tobias Klindt.

Insgesamt waren knapp 100 Schüler aus 33 europäischen Ländern nach Brüssel eingeladen worden. Das Thema lautete: „In Vielfalt geeint: eine jüngere Zukunft für die europäische Kultur“. Dazu sollten die Jugendlichen eigene politische Vorschläge ausarbeiten und vorstellen.

Kein Urlaub

Somit war auch klar, dass es keine Urlaubsreise für die beiden DGN-Schüler wird, die von ihrer Lehrerin Ulrike Sønderbek begleitet wurden. „Wir hatten an beiden Tagen einen straffen Ablaufplan, der ging von morgens um acht Uhr bis abends um acht Uhr“, so Tobias.

Am ersten Tag stand ein großes Kennenlernen an, am zweiten ging es dann richtig an die Arbeit. Alle Schüler hatten zunächst die Aufgabe, den für sie wichtigsten Aspekt zum Thema Zukunft europäischer Kultur auf ein Plakat zu schreiben und sich dann mit anderen Schülern, die einen ähnlichen Punkt notiert hatten, in Gruppen zusammenzufinden. Für Tobias und Elena stand die Förderung der Minderheitensprachen und der Sprachenvielfalt an erster Stelle: „support for minority languages – Languages Diversity“ stand auf ihrem Plakat.

Elena und Tobias machen sich mit ihren Plakaten auf die Suche nach Gleichgesinnten. Foto: Privat

Mit Sprachreisen zum Sieg

So bildeten sich zehn Gruppen, die dann alle einen politischen Vorschlag ausarbeiteten. Elena und Tobias fanden sich mit Schülern aus Schweden, Estland, Rumänien, Italien und Griechenland zusammen. Der Vorschlag der Gruppe: Sprachreisen (Language Trips).

„Unsere Idee ist es, das Schüler zwischen 13 und 20 Jahren in den Ferien andere europäische Länder besuchen. Nur so ist es möglich, andere Sprachen und damit auch andere Kulturen kennenzulernen und zu verstehen“, sagt Tobias Klindt.

Ein Vorschlag, der am Ende auch die Schüler der anderen Gruppen überzeugte. Bei der anschließenden Abstimmung erhielt der Vorschlag der Gruppe von Tobias und Elena 51 der 99 Schülerstimmen.

Zwei weitere Reisen

Der Sieg bedeutet für die DGN-Schüler nun weitere Reisen. Zum einen sollen sie ihren Vorschlag noch in diesem Jahr in Berlin ausführlich vorstellen, zum anderen sind sie nun auch zur „European Youth Week“ der EU-Kommission eingeladen, wo sie im kommenden Jahr in Brüssel an Projekten mitarbeiten werden.

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