Kriminalität

Deutlich weniger Einbrüche in Nordschleswig

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Esbjerg/Apenrade
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Foto: dpa

Um ganze 20 Prozent ist die Zahl der Einbrüche in Südjütland und Nordschleswig im vergangenen Jahr laut Polizei zurückgegangen. Die Beamten führen das auch auf mehr Achtsamkeit der Bürger zurück.

In Südjütland und Nordschleswig sind im vergangenen Jahr 2.023 Einbrüche angezeigt worden. Das sind 507 weniger als 2016 – ein Rückgang um 20 Prozent. Mit 19,3 Prozent liegt die Aufklärungsquote zudem im Polizeikreis deutlich über den landesweiten unter 11,6 Prozent. Nur auf Bornholm ist die Quote besser.

Der leitende Polizeidirektor Bjarne Sørensen freut sich über die Entwicklung, schließlich sei es „immer ein sehr unangenehmes Erlebnis, einen Einbruch zu haben, und jeder einzelne davon ist zu viel“.

Die Erklärungen für den Rückgang seien derweil nicht vollumfänglich nachvollziehbar, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. „Es ist schwer, zu erklären, weshalb etwas nicht geschieht“, heißt es da. Die Beamten seien jedoch der Auffassung, dass die gesteigerte Aufmerksamkeit der Bürger zu dem Rückgang beigetragen habe. Sie würden ihre Häuser besser gegen Einbruch schützen und auch Nachbarschaftswachen würden Einbrecher abschrecken, dies hätten mehrere Studien gezeigt.

Türen und Fenster, die schwer aufzubrechen sind und Hecken, die so niedrig sind, dass sie den Nachbarn Einblick gewähren, seien für den Einbruchschutz von großer Bedeutung. Zugleich würden die Bürger sich vielfach bei der Polizei melden, wenn ihnen etwas Verdächtiges auffällt. So würden zahlreiche Einbrecher auf frischer Tat ertappt oder frische Spuren könnten gesichert werden.

Die Polizei habe zudem zielgerichtet die Methoden der Einbrecher analysiert und Patrouillen dort eingesetzt, wo Einbrecher besonders aktiv sind. Doch die Polizei könne die Aufgabe nicht alleine lösen, sagt Sørensen, deshalb sollten die Bürger weiterhin die Sicherheit ihrer Häuser verbessern und wachsam in der Nachbarschaft sein.

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