Afrikanische Schweinepest

200.000 Kronen zum Entfernen eines alten Grenzzaunes

Ritzau/hm
Nordschleswig/Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Mit einem Grenzzaun versuchte Dänemark, sich 1988 vor der Maul- und Klauenseuche zu schützen. Er geriet in Vergessenheit – bis jetzt.

In nächster Zukunft wird Dänemark an der Grenze zu Schleswig-Holstein einen Zaun gegen Wildschweine errichten. Wildschweine übertragen die nach Norden und Westen sich ausbreitende afrikanische Schweinepest. Der neue Zaun soll die dänische Schweineproduktion schützen. Laut TV-Syd wird im Zuge der Errichtung des neuen Zauns ein älteres Exemplar für 200.000 Kronen entfernt. Dieses, rund 20 Kilometer lang, wurde 1988 errichtet, um Dänemark vor der Maul- und Klauenseuche zu schützen. Im Zuge der Grenzöffnung im Rahmen des Schengen-Abkommens geriet er jedoch in Vergessenheit und ist nun in schlechtem Zustand. Das Umwelt- und Nahrungsmittelministerium stellt TV-Syd zufolge 200.000 Kronen bereit, um den Zaun niederzureißen.

Die fehlende Pflege des Zaunes hat sich bei den Grundstücksbesitzern eingeprägt. So gibt auch der finanzpolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Benny Engelbrecht, zu bedenken, dass in 20 Jahren nicht der nächste vergammelte Zaun an der Grenze stehen soll.

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