Afrikanische Schweinepest

DF und Regierung beschließen 70 Kilometer langen Zaun an der Grenze

swa/ritzau
Kopenhagen
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Foto: H. Schmidbauer/Ritzau Scanpix

Um sich vor der afrikanischen Schweinepest zu schützen, hat der Blaue Block am Donnerstag die Errichtung eines 70 Kilometer langen Zaunes an der deutsch-dänischen Grenze beschlossen. Die anderthalb Meter hohe Barriere soll eventuell infizierte Wildschweine abhalten und es Jägern leichter machen, die Tiere zu schießen.

Um sich vor der afrikanische Schweinepest zu schützen, wollen Regierung und Dänische Volkspartei (DF) an der deutsch-dänischen Grenze einen 70 Kilometer langen Zaun errichten. Dieser soll Wildschweine daran hindern, nach Dänemark einzuwandern und Jägern soll der Abschuss erleichtert werden. Ziel ist es, die dänische Schweineproduktion vor Ansteckungen durch wildlebende Tiere zu schützen. Sollte die Schweinepest in Dänemark diagnostiziert werden, würde dies massive Auswirkungen auf den Fleischexport haben.

„Ich will kein Risiko eingehen. Es geht um einen Milliardenexport von 11 Milliarden Kronen jährlich, den wir ansonsten aufs Spiel setzen“, so Umwelt- und Lebensmittelminister Esben Lunde Larsen (Venstre) in einer Pressemitteilung. „Sollte die afrikanische Schweinepest in Dänemark ausbrechen, wird der Export an Drittländer augenblicklich zum Erliegen kommen.“ Ein Zaun werde sowohl eventuell infizierte Wildschweine davon abhalten, über die Grenze zu laufen, zudem mache es den Einsatz für Jäger leichter, die Wildschweine in Dänemark gänzlich auszurotten, so der Minister.

Der Zaun wird rund anderthalb Meter hoch und ist Teil eines Maßnahmenpaketes. Unter anderem dürfen Wildschweine nun auch nachts geschossen werden.

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