Minderheitenpolitik

Bernd Fabritius zum Minderheitenbeauftragten berufen

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Berlin
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Bernd Fabritius (l.) Foto: BMI

Jetzt ist es offiziell: Bundesinnenminister Horst Seehofer hat am Mittwoch Bernd Fabritius zum Beauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten berufen. Fabritius sei „eine Stimme, die gehört wird“, so Seehofer.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch Bernd Fabritius (CSU) zum neuen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten berufen. Damit wird Fabritius die Brücke der deutschen Minderheit in Nordschleswig ins politische Berlin.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Seehofer hält Fabritius besonders geeignet für die Nachfolge von Hartmut Koschyk (ebenfalls CSU): „Die Bundesregierung steht gegenüber den Spätaussiedlern und Vertriebenen, den Angehörigen der deutschen Minderheiten und den nationalen Minderheiten in Deutschland in einer besonderen Verantwortung. Die Berufung von Bernd Fabritius zum Aussiedler- und Minderheitenbeauftragten zeigt, dass die Bundesregierung diese Verantwortung annimmt. Als Rumäniendeutscher, Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen und erfahrender Vertriebenenpolitiker ist Dr. Fabritius für dieses Amt wie kaum ein anderer vorbereitet.“

In einer Pressemitteilung sagte Seehofer weiter: „Wer ihn kennt, weiß, dass Dr. Fabritius berechtigte Interessen klug, geradlinig und konsequent vertritt. Er ist im In- und Ausland respektiert. Mit ihm haben die Aussiedler, Vertriebenen, die deutschen Minderheiten und die nationalen Minderheiten in Deutschland eine Stimme, die gehört wird.“

Fabritius ist Münchner Jurist und Politologe. Er wurde 1965 in Siebenbürgen/Rumänien geboren und wanderte 1984 nach Deutschland aus. Er ist Mitglied der CSU Bayern und war von 2013 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Fabritius ist Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV) sowie Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland.

Gleichzeitig mit der Berufung Fabritius' hat das Bundeskabinett den Parlamentarischen Staatssekretär
beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Günter Krings (CDU), abberufen. Krings hatte sich nach dem Ausscheiden Koschyks zum 31. Oktober 2017 bereiterklärt, die Aufgabe vorübergehend zu übernehmen.

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