Fluglärm

Skrydstrup: Minister verspricht, Lärmbelästigung zu minimieren

cvt/Ritzau
Skrydstrup
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Claus Hjort Frederiksen
Claus Hjort Frederiksen Foto: Scanpix

Nach anhaltender Kritik hat Dänemarks Verteidigungsminister nun erneut versprochen, dass die Lärmbelästigung durch die neuen F-35-Kriegsflugzeuge soweit wie möglich minimiert werden soll. Daran, dass sie die zulässigen Grenzwerte überschreiten, ändert das allerdings nichts.

Die 27 neuen Kampfjets, die Dänemarks Regierung in den USA bestellt hat, werden deutlich mehr Lärm machen, als die jetzigen F-16-Jets. Betroffen sind vor allem die Bewohner in und um Skrydstrup in Nordschleswig, wo der Luftwaffenstützpunkt der neuen Flieger liegt. In einer Anhörung im Folketing hat Verteidigungsminister Claus Hjort Frederiksen (Venstre) am Donnerstag versprochen, die Lärmbelästigung so weit wie möglich einzudämmen.

Die bestellten F-35-Jets überschreiten Gutachten zufolge die geltenden Grenzwerte zur Lärmbelastung deutlich. Anwohner haben sich deshalb – und unter anderem wegen angekündigter Enteignungen – über Monate beim Verteidigungsministerium beklagt. Auch, weil sie sich schlecht informiert fühlten.

Die Behörden, so der Minister, sollten die Anwohner künftig besser über anstehende Flüge informieren. Wie bereits berichtet, soll der Stützpunkt Skrydstrup nun anders ausgebaut werden als zunächst geplant, um die Lärmbelastung zu reduzieren und Enteignungen zu umgehen. Dies soll 260 Millionen Kronen extra kosten. Auch die Bauzeit verlängert sich dadurch um ein halbes Jahr. Allerdings: Die Gesamtkosten bleiben im Rahmen, weil das Projekt an anderen Stellen günstiger werde als geplant, so das Verteidigungsministerium.

„Wir müssen uns jetzt die Lärmberechnungen ansehen, aber es ist klar, dass sie mehr Lärm machen als die F-16-Flieger und sie überschreiten (die Grenzwerte, Red.) und damit müssen wir umzugehen lernen“, so Claus Hjort Frederiksen am Donnerstag. Er bedauere es, dass die endgültigen Berechnungen noch nicht vorliegen und deshalb noch nicht konkreter werden kann. „Aber ich möchte versichern, dass wir uns sehr darum bemühen, es so gut wie irgend möglich zu lösen. Wir werden sehr weit gehen, um diese Probleme zu lösen“, so Frederiksen.

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