Kunst

Die Trier-Fresken von Sct. Severin

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Vier Kunstkonservatorinnen sind gegenwärtig mit der Restaurierung der Fresken beschäftigt. Foto: Ute Levisen

Ein Team von drei Kunstkonservatorinnen restauriert mit hohem Aufwand Malereien von Kai Trier in der denkmalgeschützten Schule.

„Es sind fantastische Malereien!“ – Elizabeth Baadsgaard von „Kunstkonserveringen“, Zentrum der dänischen Museen zur Bewahrung von Kunst, ist die Leiterin des dreiköpfigen Teams, das seit nunmehr drei Wochen mit der Restaurierung der Wandmalereien des Künstlers Kai Tier in der Sct. Severin-Schule befasst ist.

Dank finanzieller Unterstützung der A.-P.-Møller-Stiftung können die gut 100 Quadratmeter umfassenden Wandmalereien des Wahl-Haderslebeners in neuem Glanz erstrahlen. 530.000 Kronen kostet die Instandsetzung der Fresken, die nach Einschätzung von Experten des Nationalmuseums von kulturhistorischem Wert sind. Am Mittwochnachmittag lud die Schulleitung Interessierte ein, den Konservatorinnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Eine Gelegenheit, die sich vor allem viele Kunstinteressierte nicht entgehen ließen.

Auf diesen ersten inoffiziellen Tag der offenen Tür sollen in Regie des Haderslebener Kunstvereins weitere Führungen durch das Schulgebäude mit seinen fantastischen, farbenprächtigen Fresken folgen, wie Schulleiter Erling Conradsen ankündigte. Gebannt lauschten die Besucher den Ausführungen von Elizabeth Baadsgaard und ihrer Kollegin Tina Petersson über ihre Arbeit an den Fresken, die mit Gouachen restauriert werden. Nicht nur der Zahn der Zeit zeichnete die Bilder, sondern auch Kritzeleien aus vergangenen Jahrzehnten. Manche wird man auch fürder erahnen – wenn man denn weiß, dass sie da sind.

Alltag aus der Sicht des Malers Trier, entstanden Anfang der 50er Jahre. Foto: Ute Levisen
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