Gedenkveranstaltung

Gedenken mit einem Veteran

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
Zuletzt aktualisiert um:
Vagn Jepsen und Schüler Anton Møller Knudsen. Foto: Karin Friedrichsen

Der am 9. April 1940 in Hadersleben gefallenen Soldaten wurde am Montag in der Kaserne und der Herzog-Hans-Kirche gedacht.

Vagn Jepsen ist einer der wenigen noch lebenden Veteranen landesweit, die am 9. April 1940 im Militärdienst waren.
Der 100-jährige Jepsen nahm gestern in der Domstadt als einziger Veteran an den beiden Gedenkveranstaltungen zum 78. Jahrestag der Besatzung Dänemarks durch Hitler-Deutschland teil.

Die Feierlichkeiten wurden am frühen Morgen in der Kaserne eingeleitet, wo Garnisonskommandant Oberst Peer Sander Rouff in seiner Ansprache den Einsatz der Soldaten ehrte. Vagn Jepsen ließ es sich nicht nehmen, einen Kranz am Gedenkstein gefallener Kameraden niederzulegen. Drei seiner vier Kinder begleiteten ihn: „Ich bin froh, dass viele Menschen sich der Veranstaltung anschließen. Es wäre doch traurig, wenn niemand sich erinnern würde“, sagte der 100-Jährige. Vagn Jepsen war damals als Rekrut in der Haderslebener Kaserne. „Mein erster Tag in der Kaserne war im Herbst 1939“, erinnerte Vagn Jepsen.

Obwohl der Senior ein strammes Programm hatte am Montag, dem Gedenken in der Kaserne schlossen sich Kranzniederlegung und Andacht in der Herzog-Hans-Kirche an, ließ er es sich nicht nehmen, am Sonntagabend den Film „9. April“ zu sehen. Die Veteranen haben bei den Filmaufnahmen, wie berichtet, eine wichtige Beraterfunktion gehabt.

Auch am Montag galt das Interesse der Medien dem Jelser. Jepsen ließ sich aber auch Zeit für ein kurzes Gespräch mit dem elfjährigen Anton Møller Knudsen. Der Fünftklässler aus Middelfart habe, wie er sagte, großen Respekt vor dem Einsatz der Veteranen, weswegen er einen Aufsatz über seine Erlebnisse bei der Teilnahme am 9. April 2018 schreiben werde.

Mehr lesen