Swap Language

Sprachprojekt nimmt Fahrt auf – schon fünf Unis mit an Bord

dodo
Apenrade/Aabenraa
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Das Projekt von Nichlas M. Walsted (links) und Allan V. Hermansen erfreut sich immer größer Beliebtheit. Foto: Lars Kruse

Zwei Studenten aus Aarhus sind im Dezember per Anhalter durch Europa gereist, um auf ihr Sprachprojekt „Swap Language“ aufmerksam zu machen. Mittlerweile haben sich schon fünf Universitäten angeschlossen – darunter auch die Kieler.

Per Anhalter sind Allan V. Hermansen und Nichlas M. Walsted im Dezember vergangenen Jahres von Aarhus nach Madrid gefahren, um auf dem Weg Partner für ihr Projekt „Swap Language“ zu gewinnen. Heute, fünf Monate später, haben sich bereits fünf Universitäten dem Sprach-Projekt angeschlossen.

Swaplanguage ist ein kostenloser Sprachservice, der Menschen, die eine Sprache lernen wollen, mit anderen, Muttersprachlern, zusammenbringt. Um auf ihre Idee aufmerksam zu machen, reisten die beiden Studenten in 22 Tagen durch Europa – und das nur per Anhalter. „Als Jung-Unternehmer haben wir nicht viel Geld, deshalb mussten wir kreativ sein. Was gab es da für eine besser Möglichkeit, zu reisen und die Idee von Swap Language zu verbreiten, als einfach den Daumen herauszustrecken und auf das Beste zu hoffen“, sagt Allan Hermansen in einer Pressemitteilung.

Und es hat sich gelohnt, neben den Universitäten in Kopenhagen und Aarhus haben unter anderem auch die Unis in Kiel und Gent ihre Zusammenarbeit zugesichert. Es sei eine geniale Idee, Sprachpartner in der eigenen Stadt zusammenzubringen. Man sei glücklich ein Teil dieser Zusammenarbeit zu sein, da sie zum Nutzen aller Studenten sei, sagt Professor Geert Jacobsen von der Universität Gent.

Der Vorteil an Swap Language ist, dass es den Universitäten viel Zeit und Geld bei der Sprachvermittlung spart. Das bestätigt auch Peter Thuborg, von Universität Aarhus: „Seid wir mit Swap Language zusammenarbeiten, haben wir viele Arbeitsstunden eingespart, weil die ganze Vermittlung damit automatisch funktioniert.“

Somit war die ungewöhnliche Reise der beiden Gründer ein voller Erfolg. Sie wollen auch nicht ausschließen, dass sie sich noch einmal per Anhalter auf Werbetour begeben werden. „So treffen wir die Menschen in ihrem zu Hause und geben ihnen einen Einblick, wie Swap Language in der Welt etwas bewirken kann. Wir rechnen damit, dass sich bald weitere Universitäten anschließen werden“, so Nichlas Walsted.

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