Laufsport

Joggen ist einfach und hält fit

Julius Born
Apenrade/Aabenraa
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Sport setzt Endorphine frei, das zeigt sich bei den Läufern, die geschafft, aber glücklich von ihrer Tour zurückkommen. Foto: Karin Riggelsen

Der Sport lässt sich allein oder in der Gruppe ausüben. Tetina Rix, Vorsitzende des Laufvereins „Vidar Motion“ in Sonderburg, erzählt, was den Reiz ausmacht und worauf es ankommt.

Viele halten Joggen für einen einfachen Sport, an dem die Lust schnell verloren gehen kann. Dagegen hat Tetina Rix, Vorsitzende des Laufvereins „Vidar Motion“ in Sonderburg, schlagende Argumente: „Wenn man einfach so loslegt, kann man vieles verkehrt machen. Ein zu heftiger Einstieg führt schnell zu Schmerzen in den Beinen, und es zeigt sich in den ersten Wochen kaum eine Steigerung – das macht niemandem Spaß. Wenn man also überlegt, mit dem Laufen anzufangen, ist man gut beraten, wenn man sich einem lokalen Verein anschließt.“ Gerade wenn man vorher nicht aktiv Ausdauersport betrieben hat, ist es wichtig, dass man den Körper gleichmäßig und ruhig etwas langsamer an die neue Belastung gewöhnt. Wie bei so vielen Dingen, macht auch hier die Übung den Meister.

Fünf Kilometer sind ein guter Anfang

„Die meisten, die zu uns kommen, haben realistische Ziele und wollen es erst einmal schaffen, fünf Kilometer am Stück zu laufen“, erzählt Lauftrainerin Tetina Rix. Der Weg dorthin ist auch für ungeübte Sportler zu erreichen, wenn sich an einen Trainingsplan gehalten wird. „Da jeder Einsteiger anfangs unterschiedlich fit ist, haben wir zum Beispiel zwei Anfängergruppen gemacht. Eine für Leute, die keinen Sport  gemacht haben   und für   die, die ab  und an mal auf dem Rad unterwegs sind. Das macht zu Anfang schon einen Unterschied“, so die Trainerin, die mehrere Kurse belegt und abgeschlossen hat, um ihren Schülern den besten Unterricht zu geben.

Die langsamen Gruppen fangen mit einer Mischung aus Laufen und Gehen an, das soll die effektivste Weise sein, um schon bald längere Strecken laufen zu können. „Natürlich laufen viele Jogger alleine, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass Läufer bessere Trainingserfolge erreichen, wenn sie in der Gruppe unterwegs sind. Außerdem hilft die Gruppe dabei den inneren Schweinehund zu überwinden und sich vom Sofa aufzuraffen“, erzählt Tetina Rix, die merkt, dass das Laufen in der Gruppe die Motivation der meisten Teilnehmer anfeuert.

Viel Ausstattung braucht man zum Laufen nicht

Wer sich für das Laufen in der Natur interessiert und das schon immer gerne ausprobieren wollte, hat im Gegensatz zu anderen Sportarten kaum Ausstattung anzuschaffen, weiß die langjährige Trainerin: „Um durchzustarten, braucht man sehr wenig Sportzeug. Normale Sportschuhe reichen für den Anfang völlig aus – man sollte erstmal loslegen und für sich herausfinden, ob der Sport einem Spaß macht und etwas auf Dauer ist. Wer sich allerdings dazu entschließt, mehr zu laufen, sollte sich bald ein paar ordentliche Laufschuhe besorgen. Diese dürfen gerne etwas Geld kosten und im Fachhandel besorgt sein, da sie den Bewegungsapparat beim Sport unterstützen.“ Die richtige Kleidung ist auch wichtig, muss aber nicht die teuerste sein. „Günstige Alternativen vom Discounter reichen meist aus. Für um die 500 Kronen kann man sich, abgesehen von den Schuhen, komplett ausstatten“, erklärt Tetina Rix. Lediglich von Baumwoll-Sportkleidung sei abzuraten, da sie vom Schwitzen schwer wird und schnell auskühlt.

Mitglieder sind zwischen 25 und 70 Jahre alt

„Die Mitglieder unseres Vereins sind zwischen 25 und 70 Jahre alt. Dieser Sport kennt also kein Alter. Wir haben allerdings auch sehr ambitionierte Anfänger, die schnell Fortschritte machen. Wir bieten dreimal die Woche Training an, und unsere fleißigsten Läufer schaffen beträchtliche Distanzen – und das nach nur einer Saison“, erklärt die Sportlerin, die auch das Menschliche während des Trainings genießt. Denn wer in der Gruppe oder mit Freunden läuft, wird schnell zum Teil einer guten Gemeinschaft, die zusammen die Natur genießt und sich sportlich fit hält.

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