Film „I Krig og Kærlighed“

Drei Minuten Film pro Drehtag

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Sonderburg/Sønderborg
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Hafenmeister Finn Hansen (l.) als Statist und Sachkundiger. Foto: Karin Riggelsen

Die Fridthjof-Filmgesellschaft hat die Aufnahmen auf Alsen beendet. Im Sommer wird das Team aber für weitere Drehs zurückkehren.

„Das war ganz schön hart“, stöhnt Hafenmeister Finn Hansen, der am Donnerstag eine andere Rolle bekleidet hatte. Er gehört zur Besatzung des Dampfschiffes „Alexandra“. Im Film „I Krig og Kærlighed“ muss er einen verletzten Soldaten in den Rollstuhl hieven.

„Es macht Spaß, ist aber hart. Du musst viel warten. Ich habe den Mann wohl 20-mal in den Stuhl gesetzt“, sagt er in der Mittagspause. Am Mittwoch erst war er gefragt worden, nachdem er die Filmleute auf Besonderheiten beim Anlegemanöver der „Alexandra“ aufmerksam gemacht hatte. So wurde Hansen Statist und zugleich Sachkundiger.

Das Warten am Schlosskai hieß, sich auch warm halten zu können. Viele hatten sich in den Drehpausen in dicke Mäntel gehüllt. Nur Mia Fridthjof und Stephanie Wiese schien das Stehen in der Kühle nichts anzuhaben.

Passende Requisiten

Mia Fridthjof ist für die Drehorte zuständig, die sie in Dänemark und Deutschland ausgekundschaftet hat. Sie sorgt auch für passende Requisiten wie Möbel, es wurde sogar für den Hangar in Tondern ein Flugzeug gebaut, ein Tank aus London herangeholt, und sie wird digital eine Pontonbrücke bauen, denn die Klappbrücke kam erst 1930. Die Szene mit „Alexandra“ wird „eine der teuersten. Sie wird mit Kohle betrieben und es sind elf Mann Besatzung dabei“, sagt Mia Fridthjof.

Mia Fridthjof (l.) und Stephanie Wiese behalten den Überblick. Foto: K. Riggelsen

Sie und Stephanie Wiese (zuständig für die Presse) sind begeistert von der Aufnahme der gut 60 Mann starken Produktionsgesellschaft durch Bevölkerung/Kommune. „Am Mittwoch haben wir auf Facebook Freiwillige gesucht, die bei der Absperrung helfen wollen. In Sekunden hatten sich 50 gemeldet. Wir brauchten 24, die in zwei Gruppen eingeteilt sind“, so Stephanie.

Rückkehr im Sommer

Was Bürger störte, freute Mia Fridthjof: das Wetter mit Schnee, Frost und Sturm war ideal für winterliche Aufnahmen. „Es hat alles wunderbar geklappt. Nun fehlen noch Aufnahmen im Sommer. Darum kommen wir wieder“, erzählt sie.
Pro Drehtag werden im Schnitt drei Minuten Film fertiggestellt. Der Film wird um die 110 Minuten lang, eine Minute pro Manuskriptseite, weiß Stephanie Wiese.

Der Film „I Krig og Kærlighed“ hat am 11. November im Kinorama Premiere. Hauptdarsteller sind Rosalinde Mynster, Sebastian Jessen, Tom Wlaschiha und der siebenjährige Aksel Homan aus Hörup.

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