Feierlichkeiten

2020 geht in Kürze online

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Mögeltondern
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Das Präsidium für die 2020-Feierlichkeiten in Nordschleswig hat sich eine Strategie zurechtgelegt. 15 bis 20 Großprojekte sollen ein offizielles Siegel des Gremiums erhalten, um leichter an Fördergelder zu kommen.

Den Feierlichkeiten einen Stempel aufdrücken – das plant das Präsidium zur Begehung der 2020-Feierlichkeiten in Nordschleswig im Wortsinne. Beim jüngsten Treffen auf Schloss Schackenborg sprachen die Präsidiums-Mitglieder darüber, welche Projekte sozusagen das offizielle Siegel des Präsidiums tragen dürfen. Die Mitglieder diskutierten entsprechende Richtlinien.

15 bis 20 Großprojekte

Angedacht ist, rund 15 bis 20 Großprojekte in der Region mit einem Stempel („blåstempling“) zu versehen, damit die Veranstalter mit dem offiziellen Siegel im Rücken bessere Chancen bei der Beantragung von Fördergeldern haben. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Treffen“, so der Vorsitzende des Präsidiums, Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen (V). „Jetzt wird es konkret.“ Großprojekte könnten beispielsweise ein großes Konzert auf der Halbinsel Kær sein, ein Grenzlauf oder der geplante Wiedervereinigungs-Park am Apenrader Folkehjem. „Es zeichnet sich ein sehr spannendes Programm ab“, so Andresen. Haupttage der Feierlichkeiten werden der 10. bis 12. Juli.

Auch die deutsche Minderheit in Nordschleswig ist im Präsidium vertreten und plant mit.
„Sollten wir also beispielsweise 2020 unser neues Museum in Sonderburg einweihen können, könnten wir das Zeichen des Sekretariats tragen“, sagt Hinrich Jürgensen, Präsidiumsmitglied und Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger.

Hunderte kleinerer Projekte

Über Großprojekte hinaus dürfen Hunderte kleinerer Projekte das Logo des 2020-Sekretariats tragen, die Internetseite, über die man die Projekte registrieren kann, ist in Arbeit und soll im Mai online gehen und zwecks Anmeldung zur Verfügung stehen. „Kleinere Projekte, das könnte beispielsweise ein Vortrag eines lokalhistorischen Vereins sein“, gibt Jürgensen ein Beispiel.

Das neue Logo ist dem Präsidium auf Schackenborg präsentiert worden: Die Zahlen 2020 in einem Kasten, leicht verschoben stellen sie einen Grenzverlauf dar.

Jürgensen: Guter Austausch

2020-Sekretariatsleiter Simon Faber informierte das Präsidium über die Planungen des Kieler Präsidiums, ein Vertreter des Kopenhagener Kulturministeriums sprach über die aktuellen Vorbereitungen in Kopenhagen. „Es gibt zwischen allen Präsidien einen guten Austausch, wir halten uns auf dem Laufenden“, so Hinrich Jürgensen.

Und Bürgermeister Thomas Andresen teilte mit: „Simon Faber und ich haben um ein Treffen mit dem Kieler Präsidium gebeten, damit man sich noch enger und besser austauscht“, so der Vorsitzende. Das Treffen soll stattfinden, „sobald ein Termin im Kalender gefunden werden kann“.

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