Angeln

Meerforellenjagd an der Ostküste Nordschleswigs

Helge Möller
Helge Möller Journalist
Nordschleswig
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Meerforellen
Da hat einmal alles gepasst. Drei schöne Meerforellen, gefangen an einem Sommerabend. Foto: Helge Möller

Angeln ist Volkssport. Wir verraten, wie und wo es sich an Nordschleswigs Ostküste besonders lohnt. Der Vorteil im Sommer ist: Oftmals zeigen sich die Fische, der Nachteil: Sie sind wählerisch.

Angeln ist Volkssport. Wir verraten, wie und wo es sich an Nordschleswigs Ostküste besonders lohnt. Der Vorteil im Sommer ist: Oftmals zeigen sich die Fische, der Nachteil: Sie sind wählerisch.

Meerforellen schmecken gut, und haben wenig Gräten, sind aber im Sommer an den Küsten Nordschleswigs nicht ganz einfach zu fangen. Wind, Schauer und eher niedrigere Temperaturen erhöhen die Chancen.

Bei Sonne, Hitze und wenig Wind wird es schwierig, dann sollte nachts gefischt werden. Angelplätze mit tiefem Wasser dicht unter Land und eine merkliche Strömung sind erfolgversprechend. Zu empfehlen sind atmungsaktive Wathosen und Watstiefel, längere Strecken an Land werden mit Neoprenhosen zur Qual. Allerdings sind diese atmungsaktiven Wathosen meist auch teurer, hinzu kommen noch die Watstiefel. Alternativ lässt sich eine Neoprenwathose auch in einen großem Rucksack verstauen. So wird die Wanderung zum Platz nicht ganz so schweißtreibend.

Fliege
Ein Forellenköder. Foto: Spring Fed Images

Der richtige Köder macht's

Als Angelköder empfehlen sich tagsüber schlanke Blinker in moderaten Wurfgewichten zwischen zehn und 18 Gramm, bei viel Wind können größere Kunstköder verwendet werden. Gute Farben sind Weiß-Grün, Silber oder auch Kupfer. Nachts bewährt sich Schwarz. Auf diese Farbe wechseln auch die Fliegenfischer an der Küste.

Was paradox klingt, ist durchaus sinnvoll. Schauen die Meerforellen von unten zur Wasseroberfläche, geben schwarze Köder einen besseren Kontrast.

Auch wenn Fliegenfischer mit Wurfweiten bis maximal 30 Meter weit unter den Möglichkeiten von Spinnfischern bleiben, die ihre Blinker doppelt bis dreifach so weit hinausbringen können, sind die Fliegenfischer im Sommer doch manchmal bevorteilt, weil die Meerforellen meist kleinere, natürlich wirkende Nahrung bevorzugen.

Wer diese Art des Fischens nicht beherrscht oder auch nicht ausüben will (Fliegenfischen in der Dunkelheit im offenen Meer erfordert doch etwas Übung), greift zum Spirolino, in Dänemark Bombarda genannt. Ein Spirolino ist eine meist durchsichtige Wurfpose, die auf die Hauptschnur gezogen wird. Den Knoten vor dem Wirbel schützen gern zwei Gummiperlen. An den Wirbel kommt ein 2,5 bis 3 Meter langes Vorfach, an dessen Ende eine Fliege geknotet wird. Kleine Fisch- oder Garnelenimitationen sind eine gute Wahl.

Alsens legendäre Angelstellen

Ebenfalls eine gute Wahl ist der Besuch der Ostküste Alsens mit den fast schon legendären Angelstellen Gammel Pøl im Südosten, Kekenis/Kegnæs-Drejet im Süden, Nygård im Osten und Hellesøgård im Nordosten der Insel. Auf dem jütischen Festland ist Råde Hoved südlich von Hadersleben eine gute Wahl. Der Platz südlich der Insel Aarø bietet Steine, tiefes Wasser und meist einen guten Strom. Alles, was die Meerforelle im Sommer wünscht.

Der Parkplatz direkt am Platz macht es dem Angler einfach. So wird die Stelle natürlich nicht zum Geheimtipp, und mit einigen „Mitbewerbern“ ist zu rechnen. Neben Meerforellen können an den beschriebenen Stellen auch Hornhechte gefangen werden. Auch Meeräschen kommen an den Küsten Nordschleswigs vor, sind aber noch sehr viel schwerer zu fangen als Meerforellen.

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