„Das perfekte Dinner“

Kochen vor laufender Kamera

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Tingleff/Tinglev
Zuletzt aktualisiert um:
Die Kandidaten der Koch-Show im Hause von Hella Hartung (hi. rechts), vorne rechts Frank Lubowitz. Foto: F. Hartung

Die Tinglefferin Hella Hartung nahm als Kandidatin der Kochsendung „Das perfekte Dinner“ teil. Auch Frank Lubowitz, Leiter der Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe, schwang den Kochlöffel.

„Dieses Ereignis werde ich mit Sicherheit nicht vergessen.“ Hella Hartung aus Tingleff hat eine aufregende Woche hinter sich. Wie berichtet, war sie als Kandidatin der Kochshow „Das perfekte Dinner“ (Vox) auserkoren worden. Insgesamt fünf Kandidaten aus dem Raum Flensburg und aus Nordschleswig waren jeweils einen Tag dran, in ihrem Zuhause ein Menü für die anderen Teilnehmer zu kreieren.

Als Kandidat dabei war auch Frank Lubowitz, Leiter der Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe. Lubowitz war am gestrigen Freitag Gastgeber. Jeder Hobbykoch wird von den anderen bewertet.

Was sie genau gekocht und wie sie abgeschnitten haben, dürfen die Kandidaten laut Vereinbarung mit dem Sender Vox nicht verraten. „Das spielte für mich von Beginn an ohnehin überhaupt keine Rolle. Es war ein tolles Erlebnis mit netten Kandidaten und netten Fernsehleuten“, so Hella Hartung.

Volles Haus bei Hella Hartung. Foto: F. Hartung

Kein Lampenfieber bei der geübten Theater-Darstellerin

Sie sei auch überhaupt nicht nervös gewesen, als das Fernsehteam sie am Dienstag – ihrem Kochtag – auf Schritt und Tritt verfolgte. Als der Nordschleswiger beim Drehen kurz vorbeischaute, war Hella Hartung die Ruhe selbst. In ihrer unnachahmlichen lieben, nordschleswigschen Art erzählte sie frei von der Leber weg in die Kamera und beantwortete die eine und andere Zusatzfrage.

Lampenfieber habe sie gar nicht gehabt. Auch nicht, als sie Gastgeberin war und die anderen Kandidaten bekochte. „Vielleicht liegt es ja ein bisschen daran, dass ich viel Theater gespielt habe“, so Hella Hartung.

Hella Hartung
Hella Hartung richtet an. Foto: F. Hartung

Kuriose Fahrt mit Kamerateam im Kleinwagen

„Ich habe die Kamera eigentlich gar nicht wahrgenommen. Es war mit den Fernsehleuten und den Kandidaten einfach nett“, blickt sie angetan auf die Showteilnahme zurück. „Wenn ich ein blödes Schimpfwort von mir ließ, habe ich aber schon mal unterbrochen und gebeten, dass man es doch rausschneiden soll. Das war für die Fernsehmitarbeiter voll okay. Es war alles ganz ungezwungen.“

Dass für die Aufnahmen Möbel in ihrem Zuhause in der Hauptstraße umgestellt werden mussten und sie beim Einkaufen das vierköpfige Aufnahmeteam in ihrem kleinen Auto mitnehmen musste, machte die Sache noch lustiger. Es war in der Tat ein kurioser Anblick, als Kameramann, Tontechniker, Moderator und Assistentin in den kleinen Wagen einstiegen, um Hella Hartung zur Brauderuper Ökomeierei „Naturmælk“ zu begleiten, wo sie Zutaten für das abendliche Kochen besorgte.

Feucht-fröhlicher Abschluss à la Nordschleswig

Als am Hartung-Abend alles im Kasten und die Kamera ausgeschaltet war, klang das Beisammensein in großer Runde feucht-fröhlich aus. Die Kandidaten und die Fernsehmitarbeiter, im Laufe des Tages waren weitere dazugestoßen, hatten bei Hella Hartung ihren Spaß. Bis 1.30 Uhr saß man noch nett zusammen.

„Ich will nicht zu viel verraten, aber es wurde ein typisch nordschleswigscher Abschluss. Ohne Kameras“, so Hella Hartung mit einem Lachen.

Der genaue Sendetermin steht noch nicht fest. „Uns wurde gesagt, dass die Folge in etwa sechs Wochen ausgestrahlt wird. Wir bekommen noch genau Bescheid.“

Mehr lesen