Neue Schulleiterin

„Freue mich auf die Aufgabe“

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Saxburg/Saksborg
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Ute Eigenmann kann an der Deutschen Schule Buhrkall alles kombinieren, was ihr wichtig ist und was sie ausmacht: ihre Zweisprachigkeit, ihre Begeisterung für Freischulen und ihre Familie. Foto: A. Haagensen

Die 44-jährige Ute Eigenmann übernimmt zum 1. August die Leitung der Deutschen Schule Buhrkall. DSSV und Schulvorstand fällt ein Stein vom Herzen.

Ute Eigenmann aus Behrendorf wird neue Leiterin der Deutschen Schule Buhrkall. Das entschied der Schulleiterwahlausschuss auf seiner Sitzung am Montagabend. Die 44-Jährige tritt ihre Stelle zum 1. August mit Beginn des neuen Schuljahres an.

„Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagt sie. Dass sich die Schule in Buhrkall derzeit im Wandel befindet – sie gehörte einst zu den mittelgroßen Schulen des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) und wird aufgrund sinkender Schülerzahlen den Status einer kleinen Schule erhalten – schreckt Ute Eigenmann nicht. Im Gegenteil. „Es ist eine ganz interessante und reizvolle Herausforderung“, unterstreicht sie. Die 44-Jährige bringt Erfahrungen als Leiterin dänischer Freischulen mit und war auch schon mal an einer kleineren Schule mit nur 32 Schülern tätig.

An der Deutschen Schule Buhrkall kann sie alles kombinieren – ihre Zweisprachigkeit, ihre Begeisterung für das dänische Freischulwesen und natürlich auch ihr Familienleben.
Ute Eigenmann ist vor acht Jahren gemeinsam mit ihrem Mann in den ehemaligen Krug von Behrendorf gezogen. Inzwischen ist die Familie um zwei Häupter erweitert. Die beiden drei und fünf Jahre alten Kinder halten die Eheleute auf Trab.

Das Haus und das zum Anwesen gehörende große Grundstück nimmt auch einige Zeit in Anspruch. Und wenn darüber hinaus noch Zeit ist, setzt sich Ute Eigenmann gern ans Klavier oder an die Orgel. „Ich habe schon vertretungsweise Gottesdienste in Klipleff und Enstedt als Organistin begleitet. Die Kinder kommen aber jetzt in ein Alter, wo ich sie besser loslassen kann“, sagt Ute Eigenmann und vermutet, dass sie sich in Zukunft wieder häufiger auf die Orgelbank setzen kann. Die beiden Kinder besuchen in Tingleff den deutschen Kindergarten. Auf diese Weise haben die Eigenmanns auch die Strukturen der Minderheit kennengelernt.

Das älteste Kind, ein Mädchen, wird übrigens im Sommer in Tingleff eingeschult. „Huch: Hoffentlich finden die Einschulungen in Tingleff und Buhrkall nicht zeitgleich statt. Das wäre natürlich ungünstig“, stellt sie lachend fest.

Im zweiten Anlauf hat’s geklappt

„Wir, d. h. der gesamte Vorstand der Deutschen Schule Buhrkall, sind froh, dass es geglückt ist, die Schulleiterstelle zu besetzen“, sagt die Vorstandsvorsitzende Majken Muus Meyer, Renz; ihr ist die Erleichterung deutlich anzuhören. Ähnlich ist die Stimmungslage in der Geschäftsstelle des Deutschen Schul- und Sprachvereins in Apenrade. Hier wurde die Entscheidung des Schulleiterwahlausschusses für die Deutsche Schule Buhrkall mit großer Erleichterung, aber auch entsprechend großer Zuversicht quittiert.

„Wir sind natürlich sehr froh, dass es jetzt – nachdem die Stelle zum zweiten Mal ausgeschrieben worden war – gelungen ist, die Stelle zu besetzen. Wir halten Ute Eigenmann zudem für eine kompetente Frau und sind zuversichtlich, dass sie die Herausforderungen, vor denen die Schule in Buhrkall steht, mit dem Team vor Ort meistern wird. Sie bringt zudem bereits Schulleitungserfahrung aus dänischen Freischulen mit. Das ist bestimmt kein Nachteil“, stellt die Pädagogisch-Administrative Konsulentin des DSSV, Käthe Nissen, fest.

Zu den Herausforderungen der Deutschen Schule Buhrkall zählen die sinkenden Schülerzahlen. Nach den Sommerferien schrumpft die Schule auf Mitte 30 Mädchen und Jungen. Vor einigen Jahren gehörte die Schule noch zu den mittelgroßen Einrichtungen der Minderheit – mit Betonung auf dem Wortteil „großen“. In Zukunft wird die Schule eher zu den kleinen Einrichtungen gehören.

„Im März fand hierzu ein großer Elternabend an der Deutschen Schule Buhrkall statt. Es war eine äußerst konstruktive Sitzung, auf der die Herausforderungen als auch die Möglichkeiten einer kleinen Schule besprochen wurden. Es wurde zudem beschlossen, diese Weichen für die Zukunft mit Beginn des neuen Schuljahres gemeinsam mit der neuen Schulleitung zu stellen. Diese Arbeit kann beginnen“, stellt Käthe Nissen fest.

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