Umwelt und Natur

Das Liebesnest ist bereit

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Holebüll/Holbøl
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Holebüller Storchengilde gibt die Hoffnung nicht auf. Meister Adebar kann kommen.

Nach allen Regeln der Kunst hat die Holebüller Storchengilde in luftiger Höhe Meister Adebar nicht nur eins sondern zwei kuschelige Liebesnester bereitet. Der galvanisierte Metallring wurde jeweils mit frischen Weidenzweigen umflochten, und auch die Nesteinlage aus Moos und Stroh ist den Wünschen und Bedürfnissen des Weißstorchs angepasst. „Das sind schon ein paar verwöhnte Biester“, scherzt Ältermann Svend H. Pedersen, der vom sicheren Boden aus beobachtete, wie die Mitglieder Uwe Asmussen und Arne Hansen in luftiger, kälterer Höhe die Arbeiten an den beiden Nestern verrichteten.

Zum Glück verfügt die Storchengilde von Holebüll über gute Kontakte zu einem Fuhrunternehmen mit dem nötigen Gerät, sodass die beiden schwindelfreien und handwerklich begabten Gildenmitglieder sicher hoch und wieder runter kamen. Die Holebüller betreuen – wie erwähnt – zwei Storchennester und warten seit vier Jahren vergeblich darauf, dass eines oder gar beide Nester bezogen werden.

„Wir hatten vor ein paar Jahren schon ein Pärchen zu Besuch; ich befürchte jedoch, dass es damals durch die vielen Neugierigen –vor allem Presseleute – verjagt wurde“, sagt Uwe Asmussen. Auch im vergangenen Jahr hatten die Nester mehrfach Besuch von Weißstörchen, die sich kurz dort ausruhten, um dann doch weiterzuziehen. „Ich habe drei Besuche registriert; es können aber auch mehr gewesen sein“, so Ältermann Pedersen. Ansonsten liegen die Nester günstig in einem feuchten Moorgebiet, in dem die Störche eigentlich jede Menge Frösche und anderes Getier finden sollten. Nur leider hat das Angebot den Störchen bislang nicht gereicht. Wie der Ältermann schon eingangs feststellte, sind Störche ganz offensichtlich verwöhnt.

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