Deutsche Minderheit

Neue Ära im Sozialdienst: Frauke Petersen geht von Bord

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Tingleff/Tinglev
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Frauke Petersen
Frauke Petersen wird nach 20 Jahren an der Spitze des Sozialdienstes Tingleff kürzertreten. Foto: Karin Riggelsen (Archivbild)

Die 78-Jährige möchte den Vorsitz im Sozialdienst Tingleff nach 20 Jahren in andere Hände legen.

Generalversammlungen sind in der Regel nicht besonders aufregend. Man geht buchstäblich zur Tagesordnung über und lässt das Jahr Revue passieren. Für Frauke Petersen wird die Generalversammlung des Sozialdienstes Tingleff am kommenden Mittwoch, 7. März, um 14 Uhr in der Deutschen Schule Tingleff dann doch besonders. Sie hat sich entschlossen, den Vorsitz nach 20 Jahren abzugeben.

„Ich finde, ich habe des Alter für solch ein Amt schon lange überschritten. Es ist an der Zeit, neue Kräfte ranzulassen, die neuen Schwung und neue Ideen hineinbringen“, so die 78-Jährige.
Sie hat auch als Seniorenausschuss-Vorsitzende des Sozialdienstes Nordschleswig nach 12 Jahren satzungsgemäß aufgehört.

„Ich bin in einem Alter, in dem es gemütlicher zugehen sollte. Die Arbeit hat mir viel Spaß gebracht und wir waren immer ein gutes Team im Vorstand. Ich blicke mit Dankbarkeit zurück“, so Frauke Petersen mit einem Anflug von Wehmut. Sie werde nun erst einmal Reisen unternehmen und dem Sozialdienst fortan an dann als „normales“ Mitglied angehören.

Sie wünsche dem kommenden Vorstand alles Gute und sie freue sich, dass jüngere Kräfte bereit stehen. Sie sehe den Sozialdienst gut aufgestellt und durch die umfangreiche Arbeit der Familienberatung und der Seniorenbetreuung habe er absolute Daseinsberechtigung, betont die Tinglefferin.

Bei Veranstaltungen „fehlen leider die jüngeren Senioren. Sie sind mobil und haben andere Interessen“. Vielleicht gelingt es der Nachfolge ja, diese Gruppe zu mobilisieren, so Frauke Petersen.

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