Dialogtreffen zum neuen Pflegeheim

„Viele kompetente Antworten“

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Tingleff/Tinglev
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Die Politiker sind bereit, die kleine grüne Oase in der Ortsmitte für das neue Pflegeheim zu opfern. Foto: Karin Riggelsen

Rege Beteiligung im Tingleffer Bürgerhaus am Dienstag: Der Sozialausschussvorsitzende Karsten Meyer Olesen (Soz.) ist sehr zufrieden mit dem Verlauf des Dialogtreffens zum neuen Pflegeheim.

„Ich habe die eingegangenen Antworten und Meinungen zwar noch nicht wirklich eingehend studieren können, doch es scheint mir, dass wir ganz viele und kompetente Antworten auf unsere drei Kernfragen erhalten haben“, freut sich Karsten Meyer Olesen (Soz.). Als Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses gehört das geplante neue Pflegeheim in Tingleff zu seinem Ressort.

Am Dienstagnachmittag und -abend hatte die Kommune Apenrade zu einem Dialogtreffen ins Tingleffer Bürgerhaus eingeladen, und um die 50 Interessierte waren gekommen. „Das waren Angehörige; das waren Nachbarn; das waren Mitglieder des Seniorenrats; das waren allgemein Interessierte. Die Versammlung war auch altersmäßig relativ breit aufgestellt.

Sechs Arbeitsgruppen

Das große Interesse freut mich“, sagt der Sozialausschussvorsitzende. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Andresen (V) und einer kurzen Einführung in die Thematik durch u. a. Meyer Olesen wurden die Anwesenden auf sechs Arbeitsgruppen verteilt, die aufgefordert wurden, sich mit drei Fragen zu beschäftigen: Wie kann das neue Pflegeheim Teil der Nachbarschaft werden? Wie kann die Nachbarschaft Teil des künftigen Pflegeheims werden? Wie sollte das Pflegeheim aussehen – was sollte es beinhalten?

„Das jetzige ,Grønningen‘ ist eine richtige Perle. Wir möchten möglichst viel von dem positiven Geist mit in das neue Pflegeheim hinübernehmen“, unterstreicht Anni Oksen, Leiterin der Abteilung Senioren und Behinderte und damit oberste Leiterin aller kommunalen Pflegeheime und Wohneinrichtungen.

Mit Gemeinschaftsräumen

Das neue Pflegeheim soll nicht nur aus 24 kleinen Wohnungen bestehen, sondern es sollen auch Gemeinschaftsräume gebaut werden, in denen auch die Ortsbevölkerung zum Kartenspiel oder anderen Aktivitäten willkommen ist. Der Sozial- und Gesundheitsausschuss war u. a. in den Niederlanden, um sich verschiedene Wohnanlagen für Senioren anzusehen.

„Wenn wir nur aufs Geld schauen würden, dann hätten wir lieber einen Anbau am Pflegeheim in Ries wählen sollen. Das wäre personalmäßig ökonomischer gewesen. Ich bin aber froh, dass sich der Stadtrat für den Standort Tingleff entschieden hat“, so Karsten Meyer Olesen.

Noch im übergeordneten Planungsprozess

Im Moment ist die Kommune noch im übergeordneten Planungsprozess. „Wer meint, uns noch eine Meinung oder gute Idee auf den Weg mitgeben zu wollen, kann uns seine Gedanken gene zumailen. Wir werden versuchen, das alles zu sammeln und zu formulieren. Wer sich in dem Material nicht wiederfindet, kann ja noch zu einem späteren Zeitpunkt bei der öffentlichen Anhörung seine Eingabe machen“, unterstreicht der Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses.

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