Landwirtschaft

Wildschweine trieben auf einem Feld bei Weibek ihr Unwesen

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Weibek/Vejbæk
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Foto: dpa

Auf gut und gern einem halben Hektar haben Wildschweine bei Weibek gewütet. Wahrscheinlich vier bis fünf Borstentiere machten sich an frischer Maissaat zu schaffen.

Dass sie da sind, ist mittlerweile bekannt. Bei Weibek hat es nun erneut deutliche Beweise für Wildschweine gegeben. Auf einem Acker von Lars Matzen Petersen, der die Maschinenstation in Weibek betreibt, haben sich Borstentiere herumgetrieben. Die Schweine haben die Erde aufgewühlt, um an die frische Maissaat zu kommen.

Lars Petersen ist nicht gut auf die verhassten Wildschweine zu sprechen. Auf gut und gern einem halben Hektar haben die Wildschweine gewütet, so Petersen in „Landbrugsavisen“. Laut Nis Callesen, Pflanzenberater bei „LandboSyd“, ist es typisch für Wildschweine, frische Saat auf Feldern herauszuwühlen und zu fressen. Wie Maschinen ziehen sie mit der Schnauze durch die Saatreihen.

Im Schutze der Nacht

„Sie kommen in der Regel kurz nach dem Sähen und dann nachts, sodass sie schwer zu sehen sind", so Callesen. Er schätzt, dass vier oder fünf Wildschweine auf dem Feld zu Gange waren.

Der Vorfall von Weibek wird nicht nur die Angst bei Landwirten mit Ackerbau weiter schüren, sondern angesichts der gefürchteten Schweinepest vor allem auch bei Schweinebauern. Wildschweine gelten als Überträger der Schweinepest, die im osteuropäischen Raum grassiert und sich immer weiter gen Westen ausbreitet. Jüngst sind auch Fälle in Ungarn bekannt geworden.

Ob ein Grenzzaun Wildschweine wird abhalten können, bleibt umstritten. Die Wildschweine, die schon da sind, sollen aber so schnell wie möglich erlegt werden, wenn es nach den Schweinebauern geht. Landwirte wie Claus Bruun Jørgensen aus Gaardeby, selbst Jäger, befürworten es, dass die Jagdeinschränkungen gelockert wurden und das Jagen auf Wildschweine rund um die Uhr zulässig ist.

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