Bilanz 2017

Ecco macht riesige Schritte

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Bredebro
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Ecco verkauft so viele Schuhe wie nie. Foto: Ecco

Der Schuhhersteller aus Bredebro hat 2017 einen Rekordumsatz von 9,5 Milliarden Kronen erzielt. Die Marktanteile haben sich allerdings deutlich verschoben – vor allem ein Absatzmarkt hat Europa zuletzt den Rang abgelaufen.

Bei Ecco läuft es. Der dänische Schuhproduzent mit Hauptsitz im nordschleswigschen Bredebro machte 2017 einen Rekordumsatz und verkaufte weltweit Schuhe für 9,5 Milliarden Kronen (2016: 9,3 Milliarden Kronen). Ecco machte daraus ein Plus in Höhe von 1,4 Milliarden Kronen vor Steuern (1,3 Milliarden kronen). Das ist ebenfalls ein neuer Rekord für Ecco und die Toosbuy-Familie.

Dabei ändert sich das Geschäft von Ecco mit hastigen Schritten, denn immer mehr Schuhe werden über den E-Handel im Internet verkauft. Der Handel im Netz wuchs 2017 um 47 Prozent. „Wir haben ein weit verbreitetes Händlernetz und sind auch im Netz effizient vertreten. Damit sind wir gut aufgestellt, um über sämtliche Verkaufskanäle auf die veränderten Tendenzen der Verbraucher zu reagieren“, sagt Ecco-Chef Steen Borgholm. Durch den vermehrten Netzhandel habe der Hersteller direkten Kontakt zu immer mehr Kunden.

Ecco-Chef Steen Borgholm kann mit der Jahresbilanz für 2017 zufrieden sein. Foto: Ecco

Auf einigen Märkten stark unter Druck

Borgholm macht keinen Hehl daraus, dass die Verkaufszahlen von Ecco auf einigen Märkten stark unter Druck geraten sind. In den USA schließen immer mehr Läden und die Verkaufszahlen in Nordamerika stiegen daher nur um 1,4 Prozent.

In Europa fiel der Umsatz sogar um vier Prozent. Hauptursache waren der Abbau von Lagern im Einzelhandel sowie eine Strategieänderung in Ländern wie Schweden und Deutschland, wo Modelle aus dem Markt genommen wurden, um stattdessen noch mehr auf Premiumkollektionen zu setzen.

In der Region um China herum machte Ecco dagegen gute Geschäfte. Hier stiegen die Verkaufszahlen um 12,4 Prozent, während die asiatischen Märkte drum herum ein Plus von 15,2 Prozent erreichten – allen voran Japan und Südkorea.

Mehr als 21.500 Mitarbeiter arbeiten weltweit für Ecco. Foto: Ecco

Neue Läden trotz Netzhandel

Das Wachstum in Asien und die angezogene Handbremse in Europa bedeuten, dass die Marktanteile sich verschoben haben. Zwar machen Europa, der Mittlere Osten und Afrika immer noch 43 Prozent des Ecco-Geschäfts aus, doch Asien legte drei Prozentpunkte zu und hat jetzt einen Marktanteil von 35 Prozent – Tendenz steigend.

Die amerikanischen Märkte machen 22 Prozent aus.Obwohl der Netzhandel wächst, setzt Ecco weiterhin auch auf den Einzelhandel: der dänische Schuhriese hat weltweit 2.232 Läden. Das sind 124 mehr als im Vorjahr – 244 neue Läden wurden eröffnet, während 120 geschlossen wurden. Die meisten Läden gibt es in Asien mit 1.245. In Europa, Afrika und dem Mittleren Osten sind es 869 Geschäfte und auf den amerikanischen Märkten 118. Auf allen Märkten wurden mehr Läden eröffnet als geschlossen.

Weltweit hat Ecco 21.500 Mitarbeiter. Das sind 3.000 mehr als vor fünf Jahren.

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