Historisches Gebäude

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Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Tondern/Tønder
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Bo Kjelkvist
Bo Kjelkvist an dem Aufzug, der derzeit eingebaut wird. Foto: Elise Rahbek

Die Zugänglichkeit des ehemaligen Gerichtsgebäudes in Tondern wird verbessert. Nach rund 100 Jahren soll in dem Bürogebäude nun endlich ein Aufzug eingebaut werden.

Im ehemaligen Gerichtsgebäude in Tondern, das von 1914 bis 1916 in Regie des Architekten Gyszling errichtet wurde, wird rund 100 Jahre später ein Aufzug eingebaut. „Dies ist notwendig, wenn man den heutigen Anforderungen gerecht werden will“, erklärt Hausbesitzer Bo Kjelkvist, der das imposante Gebäude 2015 erwarb. Er hat das Gebäude, das im Zuge der Gerichtsreform als Justiz-Sitz überflüssig wurde, für Bürozwecke umfunktioniert.

„Anfangs lief es sehr schleppend. Inzwischen läuft es ganz gut“, so Kjelkvist. Es gibt unten in den Bürogemeinschaften noch immer etwas Luft für neue Mieter. „Sonst haben wir ja noch das Obergeschoss und den Keller“, erklärt der Hausherr.

„Der kostet die Hälfte von dem, was ich fürs Gebäude gezahlt habe“, so Kjelkvist mit Blick auf den Lift, für den der Hintereingang genutzt werden muss, der auf ebener Erde liegt, während durch den Haupteingang sowohl draußen wie drinnen Stufen bewältigt werden müssen.

Neuerdings gehört die Sprachenschule A2b zu den Mietern. „Sie haben den kompletten ersten Stock gemietet, der 440 Quadratmeter groß ist.“ Bislang lief der Sprachunterricht unter den Fittichen von AOF im ehemaligen Krankenhaus. Sie zogen jedoch bei der Ausschreibung der Kommune Tondern den Kürzeren.

Mit dem Einzug der Sprachenschule werden im ehemaligen Gerichtssaal keine Trauungen mehr stattfinden. Dort hatten sich seit Januar 2017 die Hochzeitsplaner von „Yes I do“ von Mal zu Mal eingemietet. Dass es sich im ehemaligen Gerichtssaal gut feiern lässt, weiß Kjelkvist aus eigener Erfahrung, da er und seine Frau dort ihre Silberhochzeit gefeiert haben.

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