Zeppelinmuseum

Botschafter besuchte das historische Erbe Luftschiffstation

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Tondern/Tønder
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Stadtratsmitglied Jørgen Popp Petersen (SP) erklärte auf der Karte am Zeppelinmuseum Botschafter Andreas Meitzner (M.) und dem Hauptvorsitzenden des BDN, Hinrich Jürgensen, die riesigen Ausmaße der ab 1915 errichteten Luftschiffstation. Foto: Elise Rahbek

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Dänemark, Andreas Meitzner, ist von Tonderns Bürgermeister Henrik Frandsen im Flugzeughangar aus dem Ersten Weltkrieg begrüßt worden.

„Wir freuen uns über ihren Besuch bei uns in der Kommune Tondern.“ Mit diesen Worten hieß Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre) den deutschen Botschafter in Dänemark, Andreas Meitzner, im Flugzeughangar der im Ersten Weltkrieg von der kaiserlichen deutschen Marine errichteten Luftschiffstation willkommen.

Der Bürgermeister erklärte, dass man das historische Erbe der Lufschiffstation in Tondern gerne zum Zentrum einer Ausstellung über den Ersten Weltkrieg machen würde, der in Dänemark vielen Menschen wenig bekannt sei.

Der Vorsitzende des Zeppelinmuseums in Tondern, Manfred Petersen, berichtete über die ab 1915 bis zum Ende des Krieges 1918 in Tondern errichteten technischen Anlagen, die seinerzeit als Spitzentechnologie galten. Aus dem neu errichteten Gaswerk, in dem per Elektrolyse Wasserstoff für die Luftschiffe, die bis England und Norwegen über die Nordsee flogen, gewonnen wurde, wurden per Bahn auch andere Luftschiffhäfen versorgt.

Petersen und der Bürgermeister berichteten über die Möglichkeiten, bei der Realisierung eines Erste-Weltkriegs-Museums mit deutschen Einrichtungen zu kooperieren. Durch Mittel aus dem Staatshaushalt wurde der Hangar gerettet.

Bonny Rathje-Ottenberg vom Förderverein Zeppelinmuseum berichtete über den Einsatz der gerade als Filmkulisse genutzten historischen Hinterlassenschaften bei der schulischen Geschichtsvermittlung.

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