Landwirtschaft

EU-Kommissar: Weniger Regeln für die Landwirtschaft

hee/gn/cvt
Tondern/Tønder
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Phil Hogan (rechts) in Tondern. Foto: Karin Riggelsen

In Tondern sind auf Einladung des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Nordschleswig EU-Agrarkommissar Phil Hogan und der schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Robert Habeck eingetroffen, um über die Zukunft der Landwirtschaft in der EU zu debattieren. Hogan versprach eine umfassende Reform der EU-Landwirtschafts-Politik.

250 Teilnehmer aus Deutschland und Dänmark hat der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Nordschleswig (LHN), Jørgen Popp Petersen, heute im Ecco-Center in Tondern willkommen geheißen, die gespannt Ansprachen nicht nur von Vertretern der Lndwirtschaft, sondern auch des EU-Agrarkommissar Phil Hogan und des schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministers Robert Habeck erwarteten.

Jørgen Popp Petersen
Jørgen Popp Petersen Foto: Volker Heesch

Popp: Wichtiger Zeitpunkt für eine EU-Konferenz

„Eine neue EU-Agrarreform steht vor der Tür. Es geht darum, innerhalb der EU eine Finanzlücke von 20 Milliarden Euro aufgrund des bevorstehenden britischen EU-Austritts zu schließen. Es gibt 12 Millionen Bauern in der EU, zahlreiche Arbeitsplätze hängen an der Landwirtschaft und es gibt 500 Millionen Verbraucher in der EU, von deren Haushalt 38 Prozent in die Landwirtschaft fließen. Deshalb fanden wir es an der Zeit, wie vor fünf Jahren vor der letzten Reform wieder eine EU-Konferenz zu veranstalten“, so Popp Petersen.

Hogan: Weniger Regeln – mehr Flexibilität

„Die Flexibilität der Implementierung auf Länderebene wird größer. Es wird weniger Kontrollen geben. Es wird weniger Regeln geben“, sagte EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan auf einem Pressetermin am Rande der Konferenz. Künftig werde ergebnisorientiert gearbeitet – und nicht mehr beschwerdebasiert. Die einzelnen Mitgliedstaaten, so Hogan, sollen in Zukunft selbst bestimmen, wie sie die EU-Vorgaben erreichen wollen.

EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan im Video:

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