Verkehr

Grüne wollen Grenzland-Bahnstrecken reaktivieren

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Flensburg/Tondern
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Der Tonderner Bahnhof sollte nach Plänen der Grünen Endpunkt einer Stadtbahn Flensburg-Pattburg-Tingleff-Tondern werden. Foto: Volker Heesch

Die Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein schlägt ein Konzept mit Stadtbahnen zwischen Flensburg und Niebüll und zwischen Flensburg, Tingleff und Tondern vor.

Im vergangenen Jahr war eine Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Flensburg und Niebüll auf der derzeit stillgelegten Bahn diskutiert worden. Im Verkehrsministerium in Kiel wurde unter anderem eine Durchbindung der zwischen Esbjerg, Tondern und Niebüll eingesetzten Züge nach Flensburg als möglich genannt.

Nun hat die Landtagsfraktion der Grünen, die Teil der Regierungskoalition mit FDP und CDU in Schleswig-Holstein ist, ein Stadtbahnkonzept für Flensburg nach Aarhuser Vorbild vorgestellt. Dabei sollen neben elektrischen innerstädtischen „Straßenbahnen“ auch Überlandlinien ins Umland geschaffen werden, in Spurweite der Eisenbahn.

Diese sollten u. a. von Flensburg über Leck nach Lindholm/Niebüll sowie von Flensburg/Pattburg über Tingleff nach Tondern auf der derzeit ungenutzten Bahntrasse von 1867 verlaufen. Auch eine Weiterführung nach Sonderburg und Woyens/Hadersleben sei möglich, so die Pläne, über die Flensborg Avis berichtet.

Vom Flensburger Stadtgebiet, wo die Straßenbahn 1973 stillgelegt worden ist, könnten über Hafenbahngleise und Neubaustrecken Harrislee und Pattburg erreicht werden. Nach Angaben des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen, Dr. Andreas Tietze, würde eine Realisierung zwischen 390 und 700 Millionen Euro kosten. Für grenzüberschreitende Linien könnten EU-Mittel beantragt werden.

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